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Alles Pasta, oder was? – Die wichtigsten Infos über Nudeln

Tagliatelle, Farfalle, Cannelloni - was ist da gleich nochmal der Unterschied? Das und die größten Pasta-Fehler hier.
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Die Lieblingsspeise vieler Deutscher ist und bleibt Pasta. Schnell und einfach zubereitet macht sie lange satt und zufrieden. Doch wie wird Pasta hergestellt? Welche Nudelsorten gibt es? Und was muss bei der Zubereitung beachtet werden? In unserem Pasta-Ratgeber gibt es alle Infos!

Das Rezept für den perfekten Nudelteig

Für den perfekten Nudelteig braucht es nicht mehr als vier Zutaten. Neben 125 g Mehl, 125 g Hartweizengrieß und einem Ei kommt noch etwas Wasser in den Teig. Mehl, Grieß und Ei werden zunächst mit einem Knethacken bearbeitet. Nach und nach kann zu der krümeligen Masse etwas kaltes Wasser gegeben werden, bis keine trockenen Bestandteile mehr zu erkennen sind. Dann wird der Teig mit der Hand zusammengeknetet, in eine Kugel geformt und mindestens eine Stunde lang kalt gestellt. In kleinen Portionen kann der Teig nun in die Nudelmaschine gegeben werden. Er wird immer wieder gewalzt, gefaltet und wieder gewalzt. Wenn die Masse nach dem 4. oder 5. Durchgang nicht mehr reißt, ist die richtige Konsistenz erreicht. Nun können die gewünschten Nudeln dünn gewalzt, geschnitten oder ausgestochen werden. Die Pasta sollte am besten auf einem Ständer oder einem Küchentuch locker ausgelegt werden, bis sie gekocht wird.

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Bänder, Schleifen oder doch lieber Röhren?

Bei der Form der Nudeln sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es kann geschnippelt, gefaltet und geklebt werden. Wer es lieber klassisch mag, kann sich an den zehn bekanntesten Nudelsorten aus Italien orientieren.

spaghetti

Spaghetti

Wenn der Pastateig zu dünnen, langen Fäden verarbeitet wird, kann es sich nur um Spaghetti handeln. Sie ist die wohl bekannteste Nudelsorte Deutschlands. Bevor sie im Mund landet wird sie zumindest in Deutschland fein säuberlich mit einem Löffel auf die Gabel aufgerollt.

gnocchi

Gnocchi

Eigentlich fallen die kleinen Kartoffelklößchen aus dem Muster, da sie nicht aus dem klassischen Pastateig bestehen. Da Gnocchi jedoch auch wunderbar zu vielen Pastasoßen passen, drücken wir an dieser Stelle ein Auge zu.

Cannelloni

Eine der größten Nudelsorten sind die Cannelloni. Die Röhrennudeln können leicht mit Spinat, Ricotta oder Hackfleisch befüllt und mit Käse überbacken werden.

Tortellini

Bei dieser Nudelsorte handelt es sich um kleine gefüllte Teigtaschen. Diese können mit Suppe, Brühe oder aber auch mit Pastasoßen verzehrt werden. Die Form ist einzigartig: Auf kleine Kreise aus Pastateig kommt ein Teelöffel Füllung. Danach werden die Kreise zusammengeklappt und anschließend als eine Art Ring geformt.

rigatoni

Rigatoni

Die kleinere Ausgabe der Cannelloni hat zusätzlich eine geriffelte Oberfläche. Durch diese Struktur und die Röhrenform haftet die Pastasoße an den Rigatoni besonders gut.

tagliatelle

Tagliatelle

In Deutschland wird diese Nudelsorte auch Bandnudeln genannt. Tatsächlich beschreibt dies die Form der breiten, langen Nudeln ganz gut. Im trockenen Zustand wird Tagliatelle jedoch üblicherweise nicht gerade, sondern in kleine Nester gewickelt, geliefert.

ravioli

Ravioli

Der kleine Bruder der Tortellini wird statt zu Ringen geformt, einfach nur halbrund oder eckig zusammengeklappt. Gefüllt werden können sie wie Tortellini.

penne

Penne

Die Penne sieht den Rigatoni fast zum Verwechseln ähnlich. Lediglich die diagonalen Schnitte an den Enden unterscheiden die beiden Nudelsorten.

Linguine

Als eine Mischung zwischen Tagliatelle und Spaghetti kann man Linguine bezeichnen. Sie sind flach, aber nicht ganz so breit wie die Bandnudeln und werden oft zu Pesto serviert.

Farfalle

Für diese Nudelsorten gibt es viele Bezeichnungen. Einige nennen sie Schmetteringsnudeln oder aber auch Schleifennudeln. Auch Vergleiche mit Fliegen zum Umbinden gibt es. Farfalle werden gefaltet und in der Mitte zusammengedrückt und sind besonders bei Kindern beliebt.

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Die häufigsten Fehler beim Nudelkochen

Damit die Pasta auch schmeckt wie vom Italiener, sollten einige Tipps beachtet werden. Wir haben die acht häufigsten Fehler zusammengefasst:

1. Die Nudeln sind zerkocht: Wenn die Nudeln aus dem heißen Wasser geholt werden, sollten sie bissfest sein. Nach dem Abgießen garen sie noch etwas nach und haben dann die perfekte Konsistenz.

2. Nudeln kleben zusammen: Nudeln quelllen beim Kochen auf. Wenn der Topf zu klein ist, kann es sein, dass sie zusammenkleben oder am Boden anbrennen. Daher sollte immer möglichst viel Wasser zum Kochen verwendet werden.

3. Die Nudeln schmecken fad: Wenn zu wenig Salz verwendet wurde, schmecken die Nudeln nicht. Nachsalzen ist dann schwierig, da das Salz nicht mehr mit dem Wasser in die Nudel eindringen kann und die Nudeln so nur oberflächlich gesalzen werden. Für das optimale Verhältnis rechnet man mit einem Teelöffel Satz auf einen Liter Wasser.

4. Öl im Wasser und auf den Nudeln: Werden die Nudeln mit Öl bedeckt, nehmen sie die Pastasoße anschließend nicht mehr richtig auf. Daher sollte stets auf Öl verzichtet werden. Mit der richtigen Soße und dem richtigen Garpunkt kleben die Nudeln auf dem Teller auch ohne Öl nicht zusammen.

5. Nudeln einfach kochen lassen: Auch wenn sich Nudeln quasi von alleine kochen, sollten sie hin und wieder umgerührt werden, um ein zusammenkleben zu verhindern.

6. Die Wahl der richtigen Nudel: Nudeln können zu allem gegessen werden? Theoretisch ja, praktisch passen jedoch breite Nudeln eher zu kräftigen Soßen mit Stückchen und schmale Nudeln eher zu leichten und flüssigen Soßen.

7. Nudeln abschrecken: Werden Nudeln nach dem Kochen abgeschreckt, wird die Stärke um die Nudel weggespült – und damit auch der Geschmack und die Soßenbindung. Außerdem kühlen sie dadurch schneller aus. Auf ein Abschrecken sollte also verzichtet werden.

8. Nudeln und Soße trennen: Oft werden Pasta und Soße getrennt serviert. Dabei bringt es viele Vorteile mit sich, die Nudeln direkt mit der Soße zu vermischen und anschließend zu servieren: Die Nudeln bleiben schön heiß, nehmen den Soßengeschmack noch besser an und man spart sich das Vermischen auf dem Teller.

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