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Alu unter den Achseln? Gute Gründe für ein Deo ohne Aluminium

Aluminium im Deo soll gesundheitsschädigend sein - Stimmt das? Wir verraten es euch und zeigen Alternativen!
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TV-Reportagen, Zeitschriften oder Blogs im Internet: In allen Medien wird auf die Gefahr von Aluminium in Deos hingewiesen. Ein derartiges Trendthema regt zum kritischen Hinterfragen an: Wie bedenklich ist Aluminium in Deos tatsächlich und gibt es verlässliche Alternativen ohne Aluminium?

 

Kaum ein System ist so komplex gestaltet, wie der menschliche Körper. Entsprechend anspruchsvoll und umfangreich erweist sich die medizinische Wissenschaft. Längst sind nicht alle Ursachen und kausalen Zusammenhänge, beispielsweise für Erkrankungen, geklärt. Zudem sind sogar kleine medizinische Studien mit einem hohen Aufwand verbunden, wenn sie aussagekräftig sein möchten. Das bedeutet im Klartext für das Thema “Aluminium in Deos”: Indizien legen den Verdacht nahe, dass Ablagerungen von Aluminium das Brustkrebsrisiko oder die Entwicklung von Alzheimer ungünstig beeinflussen können – dies ist jedoch nicht zweifelsfrei bewiesen. Beispielsweise stach im Rahmen einer Studie hervor, dass betroffenes Gewebe bei Brustkrebspatientinnen eine höhere Aluminiumbelastung aufwies als die gesunden Areale. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen den erhöhten Werten und der Erkrankung besteht, ist bis dato aber unklar. Ebenso steht ein wissenschaftlich relevanter Nachweis dazu aus, ob Aluminium in Deos bei diesem Szenario eine Rolle spielt. Dementsprechend uneinig sind sich die Experten und sorgen mit widersprüchlichen Aussagen für Verwirrung.

Inspirierende Kontroversen laden zum Überdenken ein

Im Rampenlicht steht ein Leichtmetall mit natürlichen Ressourcen auf der Erde, das zunächst für Objekte wie Fahrzeuge oder Verpackungsmaterialien interessant ist. Für die Kosmetikindustrie ist der Stoff aufgrund seiner typischen Eigenschaften relevant, beispielsweise bei der Herstellung von Deodorants. Selbstverständlich regeln die zuständigen Behörden, dass ein Produkt die unbedenkliche Menge an Aluminium, mit denen der Körper umgehen kann, nicht überschreitet.

 

Die Gegenwart konfrontiert die Menschen jedoch mit vielen Lifestyle-Produkten und Belastungen in der Umwelt, bei denen Aluminium als Material oder Inhaltsstoff ins Spiel gebracht wird. So kann sich auch dieses Spurenelement zu einem beachtlichen Wert summieren. Allein dieser Gedankengang macht Deoroller ohne Aluminium sympathisch. Einige Mediziner weisen auf einen weiteren Nachteil von Deos mit Aluminiumsalzen hin: Diese Produkte verstopfen gewissermaßen die Drüsen, um die Schweißabsonderung zu unterbinden. Allerdings wird damit auch der Ausstoß von Giftstoffen sabotiert, der für die Körpergesundheit wichtig ist. Dass es dadurch zu erhöhten Ablagerungen im Inneren und besonders rundum die Lymphknoten kommen kann, klingt auch für den Laien plausibel.

Große Bandbreite an Alternativen fürs Deo ohne Aluminium

So richtet sich erneut das Interesse auf Deos ohne Aluminium, die auf die Neutralisierung unangenehmer Gerüche setzen – zumal der Markt längst auf die kritischen Stimmen reagiert hat. Nahezu alle Marken haben aluminiumfreie Deos im petto, zum Beispiel:

 

Es mangelt also nicht an Alternativen, unter denen sich gewiss der persönliche Favorit findet. Offizielle Studien und individuelle Tests deuten an, dass ein Deo oder Antitranspirant ohne Aluminium durchaus leistungsfähig sein kann. Wie bei allen Kosmetikartikeln gilt es lediglich das eine Produkt zu finden, das den konkreten Bedürfnissen entspricht.

Gerüche am Ansatz und mit Bio-Deos ohne Aluminium bekämpfen

Wer die Wahl des Deodorants ohnehin überdenkt, kann gleich aufs Ganze gehen. Zahlreiche Marken für Naturkosmetik bieten Produkte an, die auf alle bedenklichen Inhaltsstoffe wie Parabene, Mineralöle oder Farbstoffe verzichten und die Geruchsbildung mit natürlichen Ingredienzien wie Salbei oder Ingwer begrenzen. Exemplarisch lohnt sich ein Blick auf das Dr. Hauschka Rosen Deo oder das Speick Natural Aktiv Deo.

 

Falls aluminiumfreies Deo nicht überzeugt, sollten die Rahmenbedingungen überdacht werden. Stark riechender Schweiß kann auf Erkrankungen oder Defizite bei der Ernährung hindeuten. Unter anderem darf die schweißtreibende Wirkung von Kaffee nicht unterschätzt werden. Obendrein hilft das beste Deo ohne Aluminium nichts, wenn es falsch angewendet wird. Die Kosmetik entfaltet lediglich bei frischem Schweiß ihre Wirkung. Deshalb ist eine gewissenhafte Reinigung der Achselhöhlen vor dem Auftragen des Deodorants unerlässlich und das regelmäßige Entfernen der Behaarung clever.

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