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Aspartam – der gefährliche Süßstoff (nicht nur) in Light-Getränken

Was ist Aspartam und was bewirkt es? Eine neue Langzeitsstudie hat erschreckende Ergebnisse herausgefunden.
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Süßstoffe ersetzen den weißen Zucker. Sie sind in kalorienarmen Getränken enthalten, wobei Süßstoff auch immer häufiger Fertignahrungsmitteln zugesetzt wird. Getränkeverpackungen werden beschriftet mit “light”, “Wellness” oder “zuckerfrei”, was ein Hinweis auf den Süßstoff Aspartam sein kann. Bislang gelten sie als unbedenklich, doch die Ergebnisse einer aktuellen Langzeitstudie sind alarmierend, da sie ein völlig anderes Bild ergeben.

Was ist Aspartam?

Zunächst stellt sich deshalb die Frage, was ist Aspartam und was macht diesen Süßstoff gefährlich? Aspartam ist auch bekannt als “Canderel”, “NutraSweet” oder als E 951. Genau wie Zucker hat dieser Süßstoff pro Gramm vier Kilokalorien. Allerdings ist Aspartam um ein Hundertfaches süßer als weißer Haushaltszucker, weshalb man zum Süßen nur einen Bruchteil der vergleichbaren Menge an weißem Zucker benötigt, sodass die Kalorien nahezu bedeutungslos sind. Hinsichtlich seiner Verwendung ist Aspartam bei Lebensmittel- und Getränkeherstellern beliebt, da dieser Süßstoff wie Zucker schmeckt, während beispielsweise der Süßstoff Saccharin einen leicht bitteren Beigeschmack aufweist. Zu den Grundsubstanzen von Aspartam gehören die beiden Aminosäuren Asparaginsäure mit einem Anteil von 40 Prozent und Phenylalanin mit einem Anteil von 50 Prozent. Es ist vor allem Phenylalanin, das für die Menschen lebensgefährlich werden kann, die unter einer Phenylketonurie leiden. Bedingt durch diese angeborene Stoffwechselkrankheit kann Phenylalanin nicht umgewandelt werden. Das führt dazu, dass der Phenylalaninspiegel im Blut so sehr ansteigt, dass dies schlimmstenfalls zu Verhaltensproblemen, mentalen Störungen und Epilepsie führen kann.

Wissenschaftliche Langzeitstudie weist Verbindung zwischen Aspartam und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach

Jahrelang wurden Süßstoffe als unbedenklich eingestuft. Mittlerweile ist das Image der Unbedenklichkeit mehr als bloß angekratzt. Eine über mehrere Jahre dauernde und groß angelegte Studie mit rund 60.000 Teilnehmern hat nun aufgedeckt, wie gefährlich Light-Getränke tatsächlich sind und welchen Anteil Süßstoffe daran haben. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Süßstoff gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Ein Forscherteam um den Studienleiter Dr. Ankur Vyas von der University of Iowa fand heraus, dass Frauen, die zwei oder mehr Light-Getränke pro Tag zu sich nehmen, eine um 30 Prozent höhere Chance haben, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu erkranken und dass die Gefahr, auch daran zu sterben, 50 Prozent höher ist als bei Frauen, die selten oder nie Light-Getränke konsumieren.

Das Ergebnis der Langzeitstudie zu Light-Getränken

Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt, die jeweils eine unterschiedliche Menge an Light-Getränken zu sich nahm, nämlich

  • null bis drei Light-Getränke pro Monat,
  • ein bis vier Light-Getränke pro Woche,
  • fünf bis sieben Light-Getränke pro Woche und
  • zwei oder mehr Light-Getränke pro Tag,

wobei ein Getränk einer Menge von ungefähr 350 Millilitern entsprach.
 

Nach rund neun Jahren untersuchten die Wissenschaftler die Teilnehmer auf im Vorfeld festgelegte Krankheiten, nämlich koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz, ischämischen Schlaganfall, koronare Revaskularisierungen und periphere arterielle Verschlusskrankheiten sowie kardiovaskuläre Todesfälle.

 

Diese verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen traten in dieser Häufigkeit auf

  • 8,5 Prozent bei denen, die zwei oder mehr Light-Getränke pro Tag
  • 6,9 Prozent bei denen, die fünf bis sieben Light-Getränke pro Woche
  • 7,2 Prozent bei denen, die ein bis vier Light-Getränke pro Woche und
  • 7,2 Prozent bei denen, die kein bis drei Light-Getränke pro Monat tranken

 

In der Langzeitstudie wurde somit nachgewiesen, dass eine Verbindung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Aufnahme von Süßstoffen besteht. Um sichere Ergebnisse zu erhalten, sind weitere Studien nötig, mit denen detailliert nachgewiesen werden soll, dass Süßstoffe die Ursache für die genannten Erkrankungen setzen.

Ergebnisse früherer Studien zu Süßstoff

Anhand früherer Studien konnten außerdem Verbindungen zwischen der Aufnahme von Light-Getränken und Übergewicht, Kopfschmerzen, Depressionen, Unfruchtbarkeit, Diabetes sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion nachgewiesen werden. Trotz der in diesen Studien nachgewiesenen gesicherten Erkenntnisse ist der Süßstoff Aspartam noch immer offiziell zugelassen. Wer sich und seinen Körper wertschätzt, sollte sich selbst einen Gefallen tun und auf süßstoffhaltige Getränke und Nahrungsmittel verzichten. Eine gute Alternative zum Süßen von Speisen und Getränken ist übrigens Stevia. Dabei handelt es sich um eine süße Pflanze, die in Deutschland seit 2011 zugelassen ist und der positive gesundheitliche Wirkungen nachgesagt werden.

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