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Baby on Board! – Tipps für den Kauf einer Babyschale

Was zeichnet einen guten Babyautositz aus? Und welche Bedürfnisse hat der Rücken eines Babys? Hier erfährst du es!
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Das Gefühl kennen sicher viele Eltern: Nach der Geburt möchte man das kleine Wesen, das plötzlich zum Mittelpunkt des eigenen Lebens geworden ist, am liebsten gar nicht mehr aus dem Arm lassen. Da dies jedoch nicht möglich ist, ist man froh, wenn man sich auf die Babyschale als Transportmittel verlassen kann. Schon auf der Fahrt aus dem Krankenhaus nach Hause wird sie benötigt. Doch was macht eine gute Babyschale überhaupt aus? Sicherheit, die richtige Liegeposition des Kindes und eine einfache Handhabung der Babyschale sind sicherlich am wichtigsten.

Sicherheit als wichtigster Faktor

Die Babyschale soll das Baby bei einem möglichen Unfall in erster Line vor Verletzungen und Gefahren schützen. Dabei sollte das Kind immer rückwärts gerichtet im Auto unterwegs sein, da der Kopf bei einem Kind ca. 25 Prozent des Körpergewichts ausmacht. Die Nackenmuskulatur ist jedoch in jungen Jahren noch nicht stark genug ausgeprägt. Kommt es zu einem Aufprall, würde bei nach vorne gerichteter Babyschale der kleine Kopf mit großer Wucht nach vorne geschleudert, während der Körper des Kindes mit Gurten zurückgehalten wird. Ist die Babyschale rückwärts gerichtet, wird die Aufprall-Energie auf den gesamten Rücken des Babys abgeleitet und es kommt selten zu Verletzungen.

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Die Liegeposition ist entscheidend

Immer öfter hört man Kritik von Hebammen und Kinderärzten an herkömmlichen Babyschalen. Es wird sogar davor gewarnt, dass Neugeborene und Kleinkinder nicht zu lange in der Babyschale gelassen werden sollten. Denn was viele nicht wissen: Babys sollen besonders kurz nach der Geburt möglichst flach liegen. Die Muskulatur des Neugeborenen muss sich zunächst an das Dasein an der Luft gewöhnen. Der Schwebezustand im Fruchtwasser ist nun nicht mehr vorhanden. Nach der Geburt hat das Baby außerdem das erste Mal die Möglichkeit, sich in voller Länge auszustrecken. Dies sollte auf einer festen, durchgehenden Matratze geschehen. So kann den noch weichen Knochen und der empfindlichen Wirbelsäule nichts passieren. Ein Kopfkissen wird hierzu nicht benötigt. Die typische Wirbelsäulenkrümmung des Menschen entwickelt sich erst mit fortschreitendem Alter.
Zwei Dinge tragen zur Entwicklung eines gesunden Rückens bei: Viel Zeit und ausreichend Bewegungsfreiheit. Nachts sollte das Baby vor allem auf dem Rücken schlafen. Dies mindert die Gefahr des „Wiegentods“. Wenn das Baby wach ist, sollte es immer wieder auf dem Bauch liegen und so die Bauch-, Nacken-, und Rückenmuskulatur trainieren. Diese Position dient so als gute Vorbereitung für das Sitzen.

Das Sitzen in der Babyschale

Die Randleisten der Wirbelkörper müssen sich bei einem Baby zunächst noch entwickeln. Befindet sich das Neugeborene jedoch oft in einer Rundrückenhaltung, wie in der Babyschale, wird die Wirbelsäule falsch belastet. Auch die Rückenmuskeln können in dieser Position nicht trainiert oder beansprucht werden. Wichtige Muskelstränge können sich verkürzen bzw. verlängern und so zu Fehlbildungen führen. Entscheidend ist, wie lange das Kind in der halbaufgerichteten Position verbringt. Kurze Wege schaden ihm nicht und können ohne Probleme in einer herkömmlichen Babyschale zurückgelegt werden.

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Tipps für den richtigen Kauf

Die Babyschale ist ein nützlicher Begleiter im Alltag und hilft das Baby sicher zu transportieren. Wer als frisch gebackene Eltern mobil sein möchte, sollte vor dem Kauf einer Babyschale folgende Tipps beachten:

  • Die Babyschale sollte eine flache Liegeposition haben und das Lattenrost rückenschonend und stoßabsorbierend sein. Für Neugeborene und Frühchen sollte außerdem ein Sitzverkleinerer erhältlich sein.
  • Damit das Baby nicht schwitzt, sollten atmungsaktive Materialen verwendet werden. Außerdem sollten sich die Bezüge leicht wechseln und reinigen lassen.
  • Der Schultergurt sollte sich einfach verstellen lassen, um die Babyschale dem Alter und der Körpergröße des Kindes anzupassen. Des Weiteren sollten Gurt und Gurtschloss gut gepolstert sein, damit dem Baby im Ernstfall nichts passiert.
  • Auch für die Eltern sollte die Babyschale komfortabel sein und sich rücken- und bedienfreundlich handhaben lassen. Helfen kann hier eine Isofix-Befestigung. Dies ist eine Art Grundgerüst, das mit dem Auto durch Ösen zwischen Lehne und Sitz verbunden ist. Auf dieser Basis muss die Babyschale nur noch ein- oder ausgeklickt werden. Alte Systeme, die durch die Fixierung mit einem Gurt halten, sind außerdem weniger sicher. Damit man das Isofix-System jedoch nutzen kann, muss das Auto Isofix-Ösen haben und für den jeweiligen Babyschalentyp zugelassen sein.
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