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Beamer Kaufberatung – der passende Beamer für jeden Zweck

Heimkino, im Garten Filme schauen oder auf großer Leinwand zocken? Wir verraten dir, welcher der richtige Beamer für dich ist.
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Wer vor der Entscheidung steht, einen Beamer kaufen zu wollen, der hat einiges zu beachten. Die Technik hat sich hier rasant entwickelt und differenziert. Die Einsatzgebiete sind vielseitig geworden. Meist muss ein Kompromiss gefunden werden zwischen der zu erwartenden Qualität und dem Preis. Das Wichtigste aber ist, sich genau zu überlegen, wofür man den Beamer haben will. Man kann als potentieller Käufer sonst nichts mit einem Beamer Vergleich oder bei einem Beratungsgespräch im Fachhandel anfangen. Folgend werden zunächst verschiedene Einsatzgebiete und Verwendungszwecke und deren jeweilige Anforderung an das Gerät dargestellt. Auf weitere Themen wie etwa Zubehör wird danach eingegangen.

Spezieller Einsatz – spezieller Beamer

Für die folgenden und häufig gewünschten Einsatzgebiete moderner Beamer geben wir hier einige Hinweise für die sinnvolle Leistungsausstattung. Wichtig ist, dass man die entsprechenden Daten nicht vom Hersteller “bezieht”, sondern aus unabhängigen Quellen, wie etwa Beamer Testberichten.

Für Gaming:

Hier ist die Lichtleistung im Verhältnis zur Leinwandbreite ein wichtiges Kriterium:

  • bei 150 cm Leinwandbreite / 1.200 Lumen und heller
  • bei 200 cm Leinwandbreite / 2.000 Lumen und heller
  • bei 240 cm Leinwandbreite / 2.500 Lumen und heller
  • bei 250 cm Leinwandbreite oder mehr / 3.000 Lumen und heller

 

Auch die Kontrastqualität sollte mindestens 5.000 : 1, idealerweise aber bis 100.000 : 1 betragen. Die Bildwiederholungsrate sollte mindestens bei 120 Hz liegen, bis 480 Hz wäre aber noch besser. Dies gilt auch für 3D-Beamer, da sonst der 3D Effekt nicht so brilliant dargestellt wird. Für Gaming insbesondere, aber auch sonst, bieten sich WLAN-Beamer an, damit man kein Gefummel mit Kabeln und keinen Qualitätsverlust bei der Übertragung hat.

heimkino-beamer

Für Heimkino drinnen und draußen:

Die Lichtstärke sollte bei abgedunkelten Räumen 1.000 Lumen und mehr, bei Umgebungslicht aber 3000 Lumen und mehr haben. Natürlich erhöht ein HD-Beamer oder gar ein Full HD-Beamer das Kinovergnügen.
Beim Einsatz in Raucherkneipen ist zu bedenken, dass dann die Garantieansprüche für einen Beamer manchmal nicht gelten, da die Rauchbelastung Schäden am Gerät erwarten lässt.
Auch der Outdoor-Beamer sollte nur bei gutem Wetter eingesetzt werden und wie eine teure Leinwand nicht länger als notwendig draußen stehen. 3.000 Lumen Lichtleistung sind die Mindestanforderungen für einen Outdoor- Beamer.

Was noch wichtig ist: Stationärer oder mobiler Beamer?

Wenn der Beamer eine feste Position in einem Raum haben soll, so bietet es sich an, ihn mit einer Beamer-Deckenhalterung oder Beamer-Wandhalterung fest zu montieren. Hier ist zu beachten, dass bei der Deckenhalterung eine technische Anforderung im Gerät erforderlich ist: Diese heißt horizontale und vertikale Bildumkehr.
Wenn der Beamer mobil eingesetzt werden soll, spielt das Gewicht eine Rolle. Mittlerweile gibt es hierfür spezielle Geräte, sogenannte Mini Beamer, die in Größe und Gewicht mit 1 – 3 kg unter einem Laptop liegen können. Dies ist allerdings nur mit einem Qualitätsverlust im Vergleich zu stationären Top-Geräten möglich. Der mobile Einsatz ist meist beruflich motiviert, etwa von Menschen, die mit Präsentationen unterwegs sind. Für den Einsatz in kleinen Büros und Räumen ist ein Kurzdistanz-Beamer zu empfehlen. Mini-Beamer sollten stets mit einer sogenannten Lensshift-Funktion ausgestattet sein, die die Bildverzerrung ausgleicht, wenn der Beamer nicht optimal zur Projektionswand steht.

mini-beamer

Mehr Helligkeit – mehr Geräuschentwicklung

Dieser Aspekt wird oft gar nicht beachtet beim Beamer Vergleich. Gerade im mobilen und beruflichen Einsatz ist es wichtig, dass der Beamer nur wenig Geräusche macht. Dies fällt bei einer Beamernutzung zu Unterhaltungszwecken viel weniger auf, da dort das Gebläsegeräusch von Sprache, Musik und Livekulisse “geschluckt” wird. Für Vortragsredner etwa sind LED-Beamer zu empfehlen – da diese kaum Wärme entwickeln, müssen sie nicht gekühlt werden und sind fast geräuschlos. Allerdings ist die Leuchtkraft deutlich eingeschränkt, was aber etwa für eine Power Point Präsentation meist zu verschmerzen ist. Für die hohe Leuchtkraft sorgen beim Heimkino-Beamer, HD-Beamer und Full-HD-Beamer Glühlampen, die stark gekühlt werden müssen. Diese haben auch nur eine gewisse Lebensdauer, die bei vielen Geräten genannt wird und auch ein Kaufkriterium sein sollte: Eine Ersatzlampe kostet bis zu 300 Euro!

Beamer sucht passende Beamer-Leinwand

Der beste Beamer kann seine Leistung nicht ausspielen, wenn seine Leuchtkraft nicht auf eine entsprechende und gute Beamer-Leinwand trifft. Die richtige Größe berechnet man wie folgt: Die Leinwandbreite soll der Hälfte des Abstands zwischen Zuschauern und Leinwand entsprechen. Bei einem Abstand von 3 Metern wäre die ideale Beamerleinwand 1,5 Meter breit. Das Format der Beamer-Leinwand sollte der Beamer Projektion entsprechen: Ein 4:3 Projektor passt zur 4:3 Beamerleinwand, bei 16:9 Projektoren braucht es entsprechend eine Leinwand im Verhältnis 16:9.
Ein richtig guter Heimkino-Beamer erfordert eine Leinwand mit einem Lichtbündel-Faktor oder auch Gain-Faktor von 1 bis 1,2. Ein schwarzer Rahmen ist ebenso förderlich. Wer eine Wand benutzen will, sollte diese möglichst glatt halten und mit spezieller lichtreflektierender Farbe anstreichen.

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