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Fahrrad Ratgeber – für jeden das passende Zweirad

Was ist ein Pedelec? Und was ist der Unterschied zwischen BMX, Mountainbike und Trekkingrad? Wir verraten es dir!
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Fahrradfahren ist gesund und schont die Umwelt. Das Fahrrad ist Alltagshilfe, Freizeit- und Sportgerät für Jung und Alt. Für jedes Einsatzgebiet gibt es spezielle Fahrräder, wie BMX- oder Trekkingrad, die auf die jeweiligen Anforderungen optimal abgestimmt sind.

Alltagstaugliche Fahrräder

Vor allem in der Stadt lassen sich viele Wege mit einem Fahrrad bewältigen. Fahrräder sind aber auch eine praktische Mobilitätserweiterung, da diese in anderen Verkehrsmitteln mitgenommen werden können und so Lücken zwischen Haltestelle oder Parkplatz und dem eigentlichen Ziel schließen. Ein Falt- oder Klapprad ist in dieser Hinsicht die kompakteste Lösung. Denn das Klapprad ist so konstruiert, dass es durch Zerlegen, Klappen, Falten und/oder Ineinanderschieben in ein leicht zu transportierendes Format gebracht werden kann. Das moderne Klapprad überzeugt mit seinen sport- oder tourenradähnlichen Fahreigenschaften. Die Nachteile der kleineren Laufräder am Klapprad werden durch eine Voll- oder Hinterradfederung ausgeglichen.

 

Mit Alltagstauglichkeit brilliert auch das Touren- oder Cityrad. Auf diesem schweren Fahrrad mit Nabenschaltung und breiten Reifen sitzt man aufrecht auf einem gepolsterten, gefederten Sattel. Ein geschlossener Kettenkasten, Mantelschoner, Gepäckträger, Einkaufskorb und eine Beleuchtungsanlage machen das Citybike praktisch und verkehrstauglich.

 

Das Trekkingrad, All-Terrain-Bike, Fitness- oder Crossbike, ist ein Fahrrad für befestigte, Schotter- oder Waldwege und für längere Radtouren mit wenig Gepäck. Das Trekkingrad verfügt über breitere 28-Zoll-Laufräder, Schutzbleche, Cantilever-Bremsen, eine Kettenschaltung, Beleuchtungsanlage, mindestens einen Gepäckträger und teilweise über Sonderausstattungen, wie Nabendynamo oder Scheibenbremsen.

Sportliche Fahrräder für die Straße

Das Rennrad ist ein Sportgerät für Straßenrennen mit leichter Bauweise (sechs bis neun Kilogramm) und sehr schmalen 28-Zoll-Laufrädern mit Draht- oder Faltreifen. Typisch sind Rennlenker, eine Kettenschaltung mit großer Übersetzungsvielfalt und das Fehlen der Beleuchtung und sämtlicher Schutzbleche. Der Diamantrahmen ist aus Aluminium, Carbon, Stahl, Titan, einer Materialkombination oder Spezialmaterialien gefertigt.

Fahrräder für unbefestigte Untergründe

Um mit einem Fahrrad auf unbefestigten Wegen fahren zu können, sind solidere Fahrräder, wie das Crossbike, notwendig. Das Crossbike ist ein leichtes Rennrad mit breiteren (Draht-)Reifen, stabilem Stahllenker vom Bahnrad, Kettenschaltung und Cantilever-Bremsen, das für Geländetouren konzipiert ist. Als Crossbike wird daneben ein Fahrrad bezeichnet, das die Vorteile von Rennrad und Mountainbike vereint und je nachdem, ob die Ausstattung mehr zum Rennrad oder Mountainbike tendiert, für anspruchsvollere Gelände genutzt werden kann. Unter einem Crossbike wird zudem ein Trekkingrad ohne Beleuchtungsanlage, Gepäckträger und Schutzbleche verstanden.

 

Das robuste Mountainbike mit breiten, grobstolligen 26-, 27,5- oder 29-Zoll-Laufrädern als Hardtail (ohne Hinterradfederung) oder Fully (vollgefedert) ist für Touren in unwegsamen Gelände bestens geeignet. Mit den verschiedenen Ausstattungsvarianten ist das Mountainbike für Disziplinen, wie Cross-Country, Fourcross, Downhill, Freeride, Trail oder Dirtjump, gerüstet. Viele technische Neuerungen am Mountainbike, wie Federgabeln oder Scheibenbremsen, werden mittlerweile auch bei anderen Fahrradtypen verbaut. Charakteristisch sind eine kleinere Übersetzung als beim Rennrad und ein kleiner aus größeren Rohren geformter Rahmen.

 

Das BMX ist ein Fahrrad ohne Schaltung mit 20-Zoll-Laufrädern für Crossrennen oder in Spezialausführung für Kunststücke. Ein BMX-Rad unterscheidet sich deutlich von anderen Fahrrädern. So sind am BMX die Achsen verlängert, die Pedale relativ groß und die Bremsen passend zum Einsatzgebiet U-Brakes, nur am Hinter- oder Vorderrad oder gar nicht vorhanden.

Fahrräder mit Elektromotorunterstützung

Fahrräder mit Elektroantrieb, wie Pedelec oder Elektrofahrrad, unterstützen den Fahrer. Damit lassen sich weite, bergige und steile Strecken komfortabler, mit höherer Reisegeschwindigkeit und ermüdungsfreier bewältigen. Am verbreitetsten ist das Pedelec mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe, bei dem sich der maximal 250-Watt-Elektroantrieb mit Lithium-Eisen-Phosphat-, Lithium-Polymer- oder NiMH-Akku beim Radfahren hinzuschaltet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Kilometer pro Stunde, womit das Pedelec nach deutschem Recht ein Fahrrad, zur Radwegbenutzung verpflichtet und im Stadtverkehr oft das schnellste Fortbewegungsmittel ist. Ein S-Pedelec hingegen gilt als Kleinkraftrad, da es höhere Geschwindigkeiten erreicht. Lässt sich der Elektroantrieb über einen Drehgriff unabhängig des Pedalierens steuern, handelt es sich um ein Elektrofahrrad oder E-Bike. Pedelec und Elektrofahrrad sind auch und vor allem für ältere und weniger trainierte Fahrer geeignet. Die Reichweite von Elektrofahrrad und Pedelec von bis zu 70 Kilometern ist gelände- und geschwindigkeitsabhängig und kann mithilfe von Energierückgewinnungs- und Batteriemanagementkonzepten erhöht werden.

Verkehrstauglichkeit und -sicherheit von Fahrrädern

Die verkehrssicherheitsrelevante Mindestausstattung von Fahrrädern, die zur Teilnahme am Straßenverkehr berechtigt, ist in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geregelt, hiervon ausgenommen sind Rennräder bis elf Kilogramm Gewicht. Demnach muss jedes Fahrrad über eine Klingel mit helltönendem Klang, zwei Bremsen, fest verbundene Pedale mit rutschfester Trittfläche und mit nach hinten und nach vorn wirkenden Rückstrahlern verfügen. Für die Pedalrückstrahler und die zwei seitlichen Speichenrückstrahler pro Laufrad – alternativ sind Reifen mit Reflektorstreifen gestattet – ist die Farbe Gelb vorgesehen. Die dynamobetriebene Fahrradbeleuchtung muss aus einem weißen Frontscheinwerfer und einem roten Rücklicht bestehen. Zur Sichtbarkeitsverbesserung sind vorn ein weißer Reflektor, hinten ein kleiner und ein großer roter Rückstrahler vorgeschrieben. Außerdem ist zu beachten, dass Fahrräder mindestens einmal pro Jahr in einer Fachwerkstatt auf eventuelle Mängel hin untersucht werden sollten.

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