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Gemeinsames Familienessen – nur Vorteile

Gemeinsames Essen in der Familie stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert die Kommunikation. Unsere Marktjagd-Expertin zeigt alle Vorteile des Familienessens.
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Marktjagd-Expertin Birgit von Muttis Nähkästchen erklärt, warum gemeinsames Essen mit der Familie so wichtig ist:

 

Mahlzeit ist gleich Familie, Familie ist gleich Mahlzeit: Gemeinsames Essen verbindet.
Ich finde, Eltern dürfen – und sollten sogar – sich dafür einsetzen, dass zur Essenszeit alle am Tisch erscheinen. Auch wenn alle unterschiedliche Arbeits- oder Schulzeiten haben, eine gemeinsame Mahlzeit pro Tag lässt sich meist gut realisieren – so lange die Kinder noch klein sind sowieso, aber auch später.

Zusammen essen stärkt das Gemeinschaftsgefühl

Unsere Esskultur hat sich in den letzten Jahrzehnten durch diverse Rahmenbedingungen stark verändert. Oftmals geht das mit einer unverkennbaren Individualisierung einher: jeder marschiert eigenständig beim Kühlschrank vorbei und stopft sich je nach Hungergefühl eigenständig etwas in den Mund. Experten sind sich einig: Dies ist nicht förderlich für die Bindung in der Familie.

Regelmäßiges gemeinsames Essen zentriert die Familie und gibt Halt. Was in Sachen wiederkehrende Rituale im Kleinkindalter gilt, behält genauso auch in der Pubertät seine Berechtigung. Ganz nebenbei eignen sich Kinder so auch eine gewisse Esskultur und Tischmanieren an, und zwar ohne das man ständig darauf herumreiten muss. (Zugegeben, funktioniert nicht immer perfekt, aber die Hoffnung lebt!) Und ja, auch beim Tischdecken und wieder abräumen, dürfen Kinder helfen – da ist nichts Verkehrtes dran, auch wenn die Kinder den Anschein dazu erwecken.

Familienessen als verkrampfte Zwangsveranstaltung?

Andererseits haben allzu strenge, autoritäre Doktrinen à la „Die Kinder haben bei Tisch zu schweigen!“ am Esstisch nichts verloren. Gerade dort ergibt sich die Gelegenheit für lockere Gespräche – Kinder lassen oft Einblicke zu und erzählen von ihrem Tag. Damit das passiert – Eltern von redefaulen Kindern wissen ein Lied davon zu singen – ist eine attraktives „Tischklima“ ratsam. Streit, Zoff und Zank also besser an anderer Stelle austragen. Ebenfalls nicht hilfreich sind Zeitung lesen, Radio hören oder – noch schlimmer – fernsehen. Aber, wie gesagt, locker bleiben und auch mal Ausnahmen machen. Aufpassen muss man nur, dass diese Ausnahmen nicht zur Regel werden.

Gemeinsam essen ist gesund

Es ist erwiesen, dass sich gemeinsames Essen auf das Gemeinschaftsgefühl, die Gruppenfähigkeit und die Gesundheit auswirkt – bereits drei gemeinsame Mahlzeiten pro Woche wirken sich positiv aus!
Auch das was auf den Tisch kommt ist natürlich von Relevanz. Dabei muss es nicht immer bierernst zugehen: wie wär’s zum Beispiel mal mit einem lustigen Gesicht aus Gemüse? So werden auch kleine Gemüse-Muffel zum Gemüse-Genuss verführt.

 

Muttis Nähkästchen ist ein Blog rund um Schwangerschaft, Kinder und Erziehung mit vielen hilfreichen Tipps und Buchempfehlungen.

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