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It’s Tea-Time – Teesorten und ihre Wirkung

Weißt du, was der genaue Unterschied zwischen grünem, weißen und schwarzen Tee ist? Und welche Wirkungen er auf dich hat? Erfahre es hier!
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Die Teeanbieter, wie z.B. Meßmer stellen uns im Laden vor eine riesige Auswahl. Denn es gibt nämlich unglaublich viele Teesorten, etwa 3.000 weltweit. Welche Teesorte ist deine liebste? Trinkst du sie, weil sie dir schmeckt oder kennst du auch die Wirkung dahinter?
 

Schwarzer, Weißer und Grüner Tee beinhaltet die Vitamine A, B, B2, B12 und C, Gerbstoffe, Koffein, ätherische Öle, Karotin, Theophyllin, Kalzium, Zink, Aluminium, Fluor, Kalium, Kupfer, Mangan und Theobromin. Diese Teesorten werden aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen. Die Unterschiede in Geschmack, Farbe und Wirkung werden durch die Verwendung verschiedener Pflanzenbestandteile sowie individuelle Anbauweisen und Herstellungsprozesse erzeugt.

Schwarzer Tee – Der Muntermacher

Im letzten Jahr konsumierten die Deutschen insgesamt 18,7 Milliarden Tassen Tee. Die beliebteste Sorte ist der Schwarztee. Durch seinen hohen Koffeingehalt zählt er zu den Muntermachern. Man genießt ihn pur, gesüßt, mit Milch oder Sahne. Im Sommer ist er abgekühlt mit einem Spritzer Zitrone eine willkommene Erfrischung. Sein Geschmack kann mild, kräftig, malzig oder fruchtig sein. Aufgrund der unterschiedlichen Anbaugebiete reifen die verschiedenen Aromen. Die bekanntesten Sorten sind der blumig bis nussig schmeckende Darjeeling, der malzige Assam und der würzige Celyon Tee.
 

Schwarztee ist jedoch nicht nur Genussmittel, sondern auch eine Wohltat für den Körper. Denn Schwarztee fördert in verschiedenster Weise die Gesundheit:

  • Vorbeugen von Herzkrankheiten
  • Anregen des Kreislaufs
  • Anregen des Stoffwechsels
  • Verdauungsfördernd
  • Entzündungshemmend
  • Stärken des Immunsystems
  • Senken des Krebsrisikos
  • Senken des Kariesrisikos

 

Schwarzen Tee sollte man nicht länger als 5 Minuten ziehen lassen, denn je länger die Ziehzeit, desto mehr Gerbstoffe werden freigesetzt, die den Tee bitter werden lassen. Außerdem ist der Koffeingehalt nach kurzer Ziehzeit höher. Möchte man also bitteren Tee vermeiden bzw. eine sehr belebende Wirkung erzielen, sollte der Teebeutel höchstens 2-3 Minuten in der Tasse baumeln.

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Grüner Tee – der Fatburner

Der Grüne Tee, wie Matcha, Sencha und auch Darjeeling, liegt auf Platz 2 der beliebtesten Teesorten, obwohl er aufgrund seiner hohen Anzahl von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auf Platz 1 stehen müsste. Beim Fermentieren, wenn aus Grünem Tee Schwarzer wird, gehen die meisten Vitamine verloren, daher ist Grüner Tee gehaltvoller. Er hat positive Auswirkungen auf:

  • Herz
  • Kreislauf
  • Stoffwechsel
  • Leber (entgiftet)
  • Magen und Darm
  • bei Alzheimer, Schlaganfall und Herzinfarkt (durch Langzeitstudien in Japan bewiesen, der Schwarztee hat auch eine positive aber geringere Auswirkung)

 

Der Inhaltsstoff Catechine:

  • reguliert den Blutzucker und Blutdruck
  • beugt Krebs und Thrombose vor
  • reduziert die Fettaufnahme

Catechine sind nur im Grünen und Weißen Tee vorhanden, im Schwarzen Tee geht der Inhaltsstoff durch die Herstellung verloren.
 

Die Ziehzeit von einer bis maximal drei Minuten setzt die vielen guten Inhaltsstoffe frei. Während des Genusses des Tees werden:

  • Zähne, Knochen und Augen gestärkt
  • Nackenschmerzen und Kopfschmerzen gemindert
  • Erkältung und Arthitis gelindert

Jedoch ist die Wirkung von Mensch zu Mensch unterschiedlich und eine Garantie kann nicht gegeben werden.

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Weißer Tee – Sanfter Engel mit starker Wirkung

Der Weiße Tee hat gegenüber dem Grünen und Schwarzen Tee den geringsten Koffeingehalt und ist daher weniger aufputschend, eher mild und sanft. Er wirkt sich jedoch auf den menschlichen Organismus genauso positiv wie seine Verwandtschaft aus und zeigt selbige Wirkung. Die enthaltenden sekundären Pflanzenstoffe sind hier jedoch besonders hoch und kommen in anderen Teesorten nicht in dieser Konzentration vor. Dazu zählen unter anderem Antioxidantien und Thiamin, die das Risiko von Krebs, Herzkrankheiten und Diabetes senken und unser Immunsystem stärken. Diese Wirkstoffe sorgen auch dafür, dass sich der Tee ebenso zum Abnehmen eignet. Sie lassen die Zellen weniger Fett aufnehmen und geben es schneller ab.
 

Wegen des enthaltenden Koffeins sollten Schwarzer, Grüner und Weißer Tee nicht während der Schwangerschaft getrunken werden. Auch Kinder sollten diese Sorten meiden. Für unsere Kleinen sind Früchte- und Kräutertees genau das Richtige.

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Kräutertee und Früchtetee

In Wirklichkeit sind Früchte- und Kräutertees gar keine echten Tees. Denn nur Schwarzer, Weißer und Grüner Tee wird aus der Teepflanze gewonnen. Es handelt sich vielmehr um Aufgüsse aus getrockneten Früchten, Blättern und Kräutern, aus denen verschiedenste Köstlichkeiten gewonnen werden. Zutaten wie Apfel, Hagebutte, Orange, Zitrone und Beeren machen den Früchtetee besonders lecker. Zu den prominentesten Kräuterteesorten zählen Fenchel, Kamille und Pfefferminze. Hier ist die Ziehzeit weniger wichtig. Der Teebeutel sollte mindestens 5 Minuten, darf aber auch gern länger in der Tasse bleiben, denn Kräuter- und Früchtetees beinhalten bis auf wenige Ausnahmen kein Koffein und keine Gerbstoffe. Somit werden sie nicht bitter und können in unbedenklichen Mengen genossen werden. Aufgrund des Fehlens von Koffein und Gerbstoffen kann man sie nicht mit der Wirkung der Teesorten aus der Teepflanze vergleichen. Man sollte sie eher als ein gesundes Getränk mit vielen Vitaminen verstehen. Kräutertees sind für ihre heilenden Wirkungen bekannt:

kamillentee

Bei Verdauungsbeschwerden

  • Kamille,
  • Kümmel,
  • Fenchel und
  • Anis

 

Erkältungsvertreiber, lästigen Husten und Schnupfen lösen mit:

  • Lindenblüten
  • Holunderblüten,
  • Thymian,
  • Süßholz und
  • Anis

 

Gegen Beschwerden beim Wasserlassen, harntreibend und schmerzlindernd wirken:

  • Birkenblätter,
  • Bärentraubenblätter und
  • Schachtelhalm

 

Für Frauen bei Menstruationsbeschwerden, Linderungen bei Kopfschmerzen und Krämpfen schafft:

  • Schafgarbe,
  • Frauenmantel,
  • Kamille
  • Eisenkraut und
  • Melisse

 

Tee, um den Stoffwechsel wieder in Schwung zu bekommen; wichtig bei Rheuma, Gicht und beim Abnehmen hilft:

  • Brennnesselblätter,
  • Schachtelhalm und
  • Ringelblume

 

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Die verschiedenen Kräuter wirken jeweils einzeln, werden aber bevorzugt als Teemischungen verwendet. Um die gesundheitsfördernde Wirkung aus dem Tee gewinnen zu können, ist eine schonende Heranzüchtung und Verarbeitung notwendig. Bei der industriellen Herstellung ist das oft nicht gegeben und die wertvollen Inhaltsstoffe gehen schnell verloren. Um das Beste aus seinem Lieblingstee herauszuholen, sollte man darauf achten und eher zur Bio-Qualität greifen.

Außerdem ist Tee ungesüßt am besten für die Gesundheit, die Zähne und um seinen Durst zu löschen. Wer seinen Tee dennoch gern süßen möchte, sollte es mal mit Xylit probieren.

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