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Kurkuma – Die gelbe Wurzel für eine gesunde Lebensweise

Kurkuma ist der Hauptbestandteil von Curry - doch neben ihrer gelben Farbe, kann sie auch mit gesundheitsförderlichen Eigenschaften punkten.
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Was macht den Reis eines leckeren Currygerichts eigentlich so appetitlich gelb? Reis ist doch normalerweise weiß? Hinter dem gelben Reis stecken jedoch weder künstliche Farbstoffe noch besonders raffinierte Kochkünste, sondern schlicht ein paar Teelöffel des Gewürzes Kurkuma. Kurkuma kann aber nicht nur unsere Lieblingsspeisen gelb einfärben. Es ist obendrein auch ein echtes Heilmittel!

Indiens beliebteste Gewürz- und Heilpflanze

Bei Kurkuma (oder auch Gelbwurzel) handelt es sich um eine Pflanze aus der Gattung der Ingwergewächse, die vor allem in den tropischen Regionen Südasiens wächst. In Indien gilt Kurkuma als eines der wichtigsten Gewürze überhaupt. Seit 4000 Jahren wird die Wurzel der Pflanze für seine ätherischen Öle und der gelben Farbeigenschaften insbesondere in der ayurvedischen Heilkunst verwendet und verehrt. Indien ist auch das größte Anbaugebiet und selbst größter Verbraucher für Kurkuma.

Allerdings sind die Zeiten längst vorbei, als Kurkuma noch ein exotisches Gewürz aus fernen Ländern war. Die zu Pulver gemahlene Wurzel ist unter anderem an einem der hierzulande beliebtesten Fastfood-Snacks immer mit dabei; der guten alten Currywurst. Denn Curry ist nichts weiter als eine Gewürzmischung, die neben Koreander und Kreuzkümmel (Kumin) hauptsächlich aus Kurkuma besteht. Auch zur Senfherstellung wird der Gelbmacher gern verwendet.

currywurst

Was man mit Kurkuma alles machen kann

Am häufigsten trifft man Kurkuma in seiner Pulverform an. Man findet es nahezu in allen Supermärkten im Gewürzregal. Als Pulver gemahlen wird die Wunderwurzel auch in Indien traditionellerweise verwendet. In Thailand hingegen behandelt man Kurkuma wie die Ingwerwurzel und reibt sie in dünne Scheiben.

Einmal getrocknet und zu Pulver verarbeitet, entwickelt Kurkuma einen kaum bemerkbaren bitteren Geschmack und ein leicht blumiges Aroma. Das leuchtend gelborange Pulver ist für ein Gewürz nicht sonderlich geschmacksintensiv, weswegen es sehr gern zum Färben von Speisen eingesetzt wird. Es ist daher eine echte und kostengünstige Alternative zu dem sehr teuren Safran, das ebenfalls als Farbmittel verwendet werden kann.

Tipp: Möchte man also einmal selbst Reis gelb färben, einfach ein paar Teelöffel Kurkuma mit in den Kochtopf hinzugeben und zusammen mit dem Reis verkochen lassen.

Kurkumapulver in der richtigen Dosierung passt zu köstlichen Fisch- und Fleischgerichten und gibt insbesondere weißem Fleisch, wie Schwein, Huhn und Pangasius einen gelben Touch. Durch den aromatischen mildherben Geschmack kann man auch wunderbar seine Salatsoßen und Grillmarinaden abrunden.

Aber aufgepasst! Wer mit Kurkuma kocht, sollte Handschuhe tragen. Der pflanzliche Gelbmacher lässt sich ansonsten nur schwer wieder von der Haut abwaschen.

paella

Eine Heilpflanze in der Küche

Was Kurkuma zu einem wirklich besonderen Gewürz macht, sind ihre Eigenschaften als natürliches Heilmittel. In Kurkuma ist der pharmakologische Wirkstoff Kurkumin enthalten. Und Kurkumin hat es in sich. Nicht nur hilft er vorbeugend gegen Krebs, indem bei regelmäßiger Zufuhr gesunde Zellen besser vor Krebserregern gewappnet werden, der Wirkstoff reduziert ebenso die Gefahren, die von zu viel Cholesterin ausgehen und beugt somit vor Herzinfarkten und Schlaganfällen vor.

Neben seinen vorbeugenden Eigenschaften wirkt Kurkuma auch aktiv gegen Schmerzen. Aus pharmakologischen Studien geht hervor, dass Kurkumin als Entzündungshemmer genauso wirksam ist wie Aspirin und Ibuprofen. Da es sich bei Kurkuma um eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse handelt, ist es nicht sonderlich überraschend, dass Kurkuma viele der heilenden Eigenschaften von Ingwer teilt. Das gute an dem indischen Alleskönner: Während man bei Medikamenten stets mit Nebenwirkungen rechnen muss, hat selbst ein unverhältnismäßig hoher Konsum von Kurkuma keine negativen Auswirkungen auf den Körper.

Fazit

Kurkuma ist eine Heilpflanze, die sich besonders positiv auf die Lebensgesundheit auswirkt. Die gesunde Lebensweise der indischen Küche stellt Kurkuma schon lange in ihren Mittelpunkt. Mit diesem Gewürz kann man nicht viel falsch machen. Kurkumapulver ist günstig zu erwerben und peppt mit seinem leuchtend gelben Farbe viele Gerichte optisch auf. Sein nicht zu strenger Geschmack erlaubt ein fröhliches Experimentieren in der Küche ohne aus Versehen den Eigengeschmack vom Lieblingsgericht allzu schnell zu überdecken. Zu viel Kurkuma kann sowieso nicht ungesund sein, sondern höchstens die eigene Gesundheit weiter fördern.

 

Nachweise und weiterführende Infos im Web:

Auf Apotheken-Umschau.de

Forschungsgruppe Dr. Feil über Kurkuma

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