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Marken vs No-Name-Produkte

Marken- oder No-Name-Produkt? Was ist wirklich besser und wer steckt hinter welcher Marke? Tipps & Tricks gibt's hier bei Marktjagd
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Marktjagd-Expertin Manuela alias Testtante klärt über die Unterschiede zwischen No-Name- und Markenprodukten auf:

 

Egal ob man im Supermarkt, Verbrauchermarkt, in der Drogerie oder auch im Discounter einkauft, man hat bei vielen Produkten die Qual der Wahl.
Denn inzwischen gibt es neben den bekannten Markenprodukten auch immer mehr No-Name-Produkte.

Da kann man als Verbraucher schon schnell einmal den Überblick verlieren und völlig hilflos vor dem Regal stehen, weil man absolut nicht weiß, welches Produkt denn nun das bessere ist.

Viele Verbraucher schwören auf Markenprodukte, weil sie befürchten, dass die günstigen Produkte nicht die selbe Qualität haben. Andere kaufen extra Verbraucherratgeber, in denen aufgelistet ist, welche Qualitätsmarke denn in Wirklichkeit hinter dem No-Name-Produkt steht, denn nicht selten werden die No-Name-Produkte von Markenherstellern produziert.
Dann gibt es auch Verbraucher, die ausschließlich No-Name-Produkte verwenden. Sei es, weil sie sparen müssen, oder auch weil sie einfach keinen großen Unterschied zum teureren Markenprodukt sehen.

Wer genau wissen möchte, welche Marke hinter welchem No-Name-Produkt steckt, dem hilft die Verbraucherzentrale weiter.

Vorteile und Nachteile von Markenprodukten

Markenprodukte bieten dem Verbraucher sicher einige Vorteile. So garantieren Markenhersteller in der Regel beste Qualität und zeigen sich im Reklamationsfall meistens kulant. Sie haben ein sehr gutes Image und entwickeln bzw. verbessern viele ihrer bestehenden Produkte immer weiter. Außerdem herrscht bei Markenprodukten eine große Auswahl. So gibt es z. B. von den bekannten Markenherstellern von Schokolade unzählige Sorten. Im Vergleich dazu ist die Auswahl bei den No-Name-Produkten meistens eher spärlich. Ein weiterer Vorteil der Markenprodukte ist, dass man sie überall erhält. Wenn man den Joghurt eines Markenherstellers liebt, kann man diesen in fast allen Geschäften kaufen.
Als Nachteil muss man sicher den höheren Preis sehen, denn viele Hersteller lassen sich neben den Entwicklungskosten auch den Namen teuer bezahlen.

Vor- und Nachteile von No-Name-Produkten

Ein sehr großer Vorteil der No-Name-Produkte ist auf jeden Fall der Preis. Sie kosten um einiges weniger als das vergleichbare Markenprodukt und schonen somit den Geldbeutel. Qualitativ sind sie häufig nicht schlechter als ihre teureren Konkurrenten.
Nachteile sind, dass es in der Regel eine wesentlich kleinere Auswahl in den Produktsparten gibt und man sich bei der Auswahl einschränken muss. Des Weiteren muss man, um ein Produkt einer bestimmten Handels- oder Eigenmarken zu bekommen, auch immer wieder in das selbe Geschäft gehen, um das Produkt zu erhalten. So gibt es die K-Classic Produkte nur bei Kaufland, TIP und REAL Quality nur bei REAL, Gut und Günstig nur bei Edeka und Marktkauf, Balea ausschließlich bei dm und Isana ausschließlich bei Rossmann. Das ist nur eine kleine Auswahl der erhältlichen Eigenmarken.
Leider haben Eigenmarken bei einigen Verbrauchern unberechtigterweise ein schlechtes Image. Doch auch No-Name-Hersteller sind sehr auf die Qualität ihrer Produkte bedacht und sind zudem auch bei Reklamationsfragen kulant.

Die Mischung macht’s

Was bedeutet das für den überforderten Verbraucher, der vor einem vollen Regal steht und unschlüssig ist, welches Produkt er nun wählen soll? Wenn man zu denjenigen gehört, die nicht unbedingt nur Markenprodukte verwenden möchten, sondern auch gern zu einem günstigen Eigenmarkenprodukt greifen, bleibt einem wahrscheinlich nur eine Möglichkeit: die einzelnen Produkte testen.
Hierbei kann man sich überlegen, in welchen Bereichen es einem egal ist, von welcher Marke das Produkt ist. Es gibt Eigenmarkenprodukte inzwischen nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch in den Bereichen Kosmetik, Putz- und Waschmittel, Hygieneartikel usw.
Sicher sind Markenprodukte nicht unbedingt immer besser als das vergleichbare Eigenmarkenprodukt. Genauso wie man mit einem No-Name-Produkt auch nicht unbedingt immer spart. Was nutzt mir z. B. ein günstiges Putzmittel, wenn ich davon die doppelte Menge zum Putzen benötige als vom Markenprodukt. Oder ein Spülschwamm, der nach 5-maliger Benutzung auseinander fällt, während das Markenprodukt 3 – 4 Mal so lange zu gebrauchen ist. Bei den Lebensmittelprodukten ist es oft eine reine Geschmackssache. Während die einen die Markenprodukte favorisieren, schmecken andere kaum einen Unterschied. Jeder hat seine Vorlieben.

Das Schöne ist, dass ich als Verbraucher die freie Wahl habe, wofür ich mich entscheide. Ich kann probieren und experimentieren. Manchmal ärgert man sich vielleicht hinterher über den Kauf eines Produktes, weil es doch nicht 100%ig zusagt. Das kann einem jedoch bei Markenprodukten genauso passieren wie bei Eigenmarken, bzw. No-Name-Produkten. Jeder muss für sich selbst die richtige Mischung finden und kann dann sicher ein paar Euro sparen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

 

Manuela Füllgraf, die “Testtante”, ist 34-jährige Single-Mama von 2 Jungs, Großhandelkauffrau und leidenschaftliche Produkttesterin. Neben dem Bloggen und Produkte Testen auf testtante.blogspot.de, ist eines ihrer größten Hobbies das Lesen.

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