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Mood-Food: Stimmungsaufheller in der kalten Jahreszeit

Einige Nahrungsmittel machen durch ihre Inhaltsstoffe im wahrsten Sinne glücklich - welche das sind, erfährst du hier.
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Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Sonne zeigt sich immer seltener. Spätestens jetzt ist klar: Der Winter hat angefangen. Zum blassen Teint gesellt sich in dieser Zeit auch der Mangel an Vitamin D, das in den sonnigen Monaten mit Hilfe der UV-Strahlen der Sonne und unserer Haut gebildet wird. Ohne Vitamin D fühlen wir uns schlapp, bedrückt und energielos. Es häufen sich Konzentrationsprobleme und Stimmungsschwankungen. Doch was kann helfen?

Genau hier setzt die Idee des „Mood-Food“ an, das übersetzt Stimmungs-Essen bedeutet. Die in den Lebensmitteln enthaltenen Inhaltsstoffe haben eine ähnliche Wirkung auf unser Gemüt wie Vitamin D. So können wir auch in der kalten Jahreszeit neue Energie tanken und voll durchstarten. Doch wie funktioniert das Prinzip „Iss dich glücklich“? Und was passiert dabei in unserem Körper?

Die Glücklichmacher im Essen

Das wichtigste Glückshormon ist das körpereigene Serotonin. Serotonin ist für die Signalübertragung im Gehirn zuständig und hat Einfluss auf Stimmung, Schlaf, Appetit und Schmerzempfinden. Serotonin wird im Körper gebildet und kann nicht durch die Nahrung aufgenommen werden. Jedoch ist die Vorstufe des Serotonins, das Tryptophan, in vielen Lebensmitteln enthalten. Isst man tryptophanhaltige Lebensmittel, kann dies durch die Umwandlung im Gehirn den Serotoninspiegel steigen lassen. Kombiniert werden sollten diese Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten und wenig Eiweiß, da Tryptophan im Gehirn mit anderen Eiweißbausteinen konkurriert.

Neben Serotonin haben auch Endorphine einen großen Einfluss auf unser Befinden. Die kurzzeitigen Glücklichmacher werden durch sportliche Anstrengungen, positive Erlebnisse, aber auch durch Verletzungen und Notfallsituationen hervorgerufen. Sie wirken wie ein körpereigenes Schmerzmittel und verbessern unsere Stimmung.

chili-schokolade

Diese Lebensmittel machen glücklich

Chili

Der feurige Scharfmacher enthält als einziges Gemüse den Stoff Capsaicin. Dieser ist beim Verzehr verantwortlich für die Tränen in den Augen und das Brennen im Mund. Aufgrund des Reizes unser Nervenzellen schüttet unser Gehirn Endorphine aus, die uns glücklich machen und den Schmerz vergessen lassen. Wissenschaftler nennen dies auch den „Pepper High Effect“.

Ingwer

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch Ingwer. Die Heilpflanze, die noch dazu entzündungshemmende Wirkungen besitzt, enthält Gingerol, der einen ähnlichen Reiz der Nervenzellen wie Chili auslöst. Nicht nur sauer macht lustig, scharf auch!

Kakao

In echtem Kakao ist der schon bekannte Stimmungsaufheller Tryptophan sowie Theobromin enthalten. Diese stimulieren die Serotonin-Ausschüttung im Gehirn. Kakao ist vor allem in Schokolade enthalten. Wer gleichzeitig auf seine Figur achten will, sollte am besten zu dunkler Schokolade greifen. Diese enthält weniger Zucker und einen höheren Kakaoanteil.

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Beeren

Die kleinen Vitaminbomben liefern eine große Menge an Magnesium. Das fördert die Übertragung von Reizen und hemmt die Freisetzung von Stresshormonen, wie Adrenalin und Noradrenalin. Magnesium kann so zur Entspannung beitragen und uns effektiv in stressigen Phasen unterstützen. Da im Winter das Beerenangebot allerdings eingeschränkt ist, kann hier auch zur tiefgekühlten Variante gegriffen werden.

Vanille

Eine gute Nachricht für alle Schleckermäuler: Auch Vanille kurbelt die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn an. Schlecht für alle Sparfüchse: Künstliches Vanillin hat nicht die gleiche Wirkung. Wer den stimmungsaufhellenden Effekt testen möchte, muss zu echtem Vanillemark oder -pulver greifen.

Die besten Rezepte gegen gedrückte Winterstimmung

Doch Glücksempfinden hängt nicht allein von biochemischen Prozessen in unserem Körper ab. Auch psychische Einflüsse spielen eine große Rolle. So beruhigt die heiße Milch mit Honig möglicherweise nicht wegen ihrer Inhaltsstoffe, sondern durch die Verknüpfung mit der eigenen Kindheit und den Umständen, wann und wo sie getrunken wurde.

Ob und wie gut Mood-Food bei einem selber funktioniert, muss jeder selbst ausprobieren. Fest steht in jedem Fall, dass auch Mood-Food nur bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung wirkt. Wer experimentierfreudig ist und eine kleine Aufheiterung benötigt, kann sich gerne an unseren Rezeptvorschlägen gegen gedrückte Winterstimmung ausprobieren:

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Heiße Schokolade mit Chili

  • 800 ml Milch
  • 1 Chilischote
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL brauner Zucker
  • 125 g Zartbitterschokolade

 

Die Chilischote entkernen und halbieren. Anschließend mit der aufgeschlitzten Vanilleschote, dem Zucker und der Milch in einen Topf geben und erhitzen. Nach kurzem Aufkochen die gehackte Schokolade unterrühren bis sie geschmolzen ist. Die Milch kann nun durch ein Sieb in die Gläser gegossen und nach Geschmack mit Sahne verziert werden.

Möhrensalat mit Ingwer

  • 2 Äpfel
  • 4 Möhren
  • 1 Stück Ingwerwurzel, etwa daumengroß
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Becher Joghurt
  • 100 ml süße Sahne
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

 

Die Äpfel waschen und in kleine Stücke schneiden. Etwas Zitronensaft darüber geben und vermengen. Die Möhren grob raspeln und dazugeben. Ingwer klein raspeln und unterheben. Joghurt, Öl, Salz und Pfeffer verquirlen und über den Salat geben.

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Beeren-Smoothie

  • 40 g Heidelbeeren
  • 85 g Himbeeren
  • 1 TL Honig
  • 230 g Naturjoghurt

 

Die Heidelbeeren in einen Mixer geben und kurz pürieren. Danach die Himbeeren, Honig und Joghurt dazugeben und ebenfalls fein pürieren. Den Smoothie in Gläser füllen und nach Belieben dekorieren.

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