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Nachhaltig einkaufen

Umweltbewusst und nachhaltig einkaufen, ohne den Geldbeutel zu strapazieren. Hier erhälst du nützliche Tipps zu Nachhaltigkeit beim Einkauf!
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“Die Welt ist grün” – und soll es auch bleiben. Umweltbewusstsein, Naturschutz und gesunde Ernährung sind Schlagworte der heutigen Zeit. Umweltschutz fängt schon bei alltäglichen Dingen wie dem Einkaufen an.

Das Thema “umweltbewusstes Einkaufen” wird immer wichtiger, denn die Sorge um die Umwelt wächst. Doch mit umweltbewusster Ernährung verbinden viele Verbraucher vor allem “überteuert”. Dieser Artikel verrät, wie man sparsam einkauft und trotzdem die Umwelt schont.

Mehrweg statt Einweg

Einwegverpackungen mögen praktisch sein, weil sie nach dem Gebrauch einfach weggeworfen werden. Wird jedoch der oftmals hohe Energieverbrauch bei der Herstellung der Verpackungen sowie bei der Verwertung derselben berücksichtigt, steht der praktische Nutzen in keinem Verhältnis zur Umweltbelastung. Daher heißt es: Mehrweg statt Einweg! Beim Einkaufen bedeutet das: Stoffbeutel statt Plastiktüten, die – nebenbei bemerkt – nicht nur umweltbewusst, sondern auf Dauer viel preiswerter sind. Vor allem beim Getränkekauf sollte auf Mehrweg-Pfand geachtet werden, um die Umwelt zu schonen. Auch beim Kauf von Seife oder Duschgel kann auf Nachfüllverpackungen gesetzt werden, dies spart 70 Prozent oder sogar mehr an Verpackungsmüll. Wegwerf-Produkte, wie Einwegkugelschreiber, -geschirr oder -feuerzeuge, belasten durch Herstellung und Entsorgung die Umwelt und sind auf Dauer weitaus teurer als Mehrweg-Produkte.

Mehrweg bei Lebensmitteln

Beim Kauf von konserviertem Gemüse sollte eher auf Glas-Mehrweg-Flaschen gesetzt werden, denn diese werden umweltfreundlich recycelt. Die üblichen Metallkonserven schonen hingegen nicht die Umwelt.
Werden frische Waren beim Bäcker oder Fleischer gekauft, können diese in mitgebrachten Mehrweg-Boxen umweltschonend verpackt werden. Üblich ist leider immer noch die Abpackung in separaten Folienbeuteln oder in mit Folie beschichteten Papieren.

Teure Mogelpackungen

Häufig werden im Handel Lebensmittel in sehr kleinen Abpackungen angeboten. Diese sind nicht nur weitaus teurer – hier sollte der Grundpreis pro 1000 ml oder 1000 g verglichen werden -, sondern oft noch in einer ungünstigen Größe erhältlich. Meist beinhalten diese Abpackungen nicht die Hälfte der üblichen Portion, sondern weitaus weniger. So sind in kleinen Joghurts oft nur 50 g statt 150 g enthalten. Bedenkt man, dass sich der Preis gegenüber der normalen Größe nur halbiert, wird die Mogelei deutlich: halber Preis bei einem Drittel der Menge. Wird weniger benötigt, als in einer üblichen Abpackung enthalten ist, kann die Gesamtmenge aufgeteilt werden. Der Rest kann in einer entsprechend verschlossenen Dose meist über mehrere Tage aufbewahrt werden.

Regionale Produkte bevorzugen

Bio-Produkte, also ökologisch angebaute Lebensmittel, werden immer beliebter. Verbraucher unterstützen so die artgerechte Tierhaltung und vermindern den Einsatz von schädlichen Stoffen. Auch der Transport von Bio-Produkten aus dem Ausland schadet der Umwelt. Zudem zählen viele importierte Bio-Produkte in den Discounter-Regalen nicht zum Fair Trade. Daher setzen viele Verbraucher auf regionale Produkte.

Ein Beispiel: Obst und Gemüse ist regional meist ausreichend vorhanden. Oft scheitert es an der Lagerung. Äpfel und Birnen lassen sich hervorragend einige Zeit in einem kühlen Keller lagern, anderes Obst kann eingekocht oder eingefroren werden und kann auch im Winter verzehrt werden. Auch frisches Gemüse kann zur Erntezeit gekauft und eingefroren werden. Der Energieverbrauch einer Gefriertruhe ist weitaus geringer als der, welcher bei einem Transport über weite Strecken hinweg entsteht. Ein weiterer Vorteil: die lokale Wirtschaft wird gestärkt, wenn die Produkte direkt aus der Region bezogen werden.

Nachhaltig Kaufen ist umweltbewusst

Werden neue elektronische Geräte angeschafft, lohnt sich ein Blick auf die Angaben zum Energieverbrauch. Oftmals sind besonders sparsame Geräte in der Anschaffung teuer. Doch wer einmal die genaue Gegenüberstellung von Einkaufspreis und dafür gesparten Strom und Wasserkosten vornimmt, wird schnell feststellen, dass sich die Kosten meist schon binnen eines Jahres amortisieren. Besonders beim Kühlschrank oder der Waschmaschine lohnt es sich, auf eine ökologische Energiesparklasse zu achten. Als Standard gilt heute A+ oder A++, wobei nicht alle Hersteller den gleichen Maßstab für die Einteilung in diese Gruppen zugrunde legen. Empfehlenswert ist daher, beim Kauf die angegebenen Verbrauchswerte miteinander zu vergleichen.

Kluge Abfallvermeidung

Ratsam ist es, stets mit Einkaufszettel in den Supermarkt zu gehen. So werden nur die Lebensmittel gekauft, die tatsächlich benötigt werden. Auch ein wöchentlicher Koch-Plan kann helfen, das zu kaufen, was auch wirklich gebraucht wird. Denn bei einem übermäßigen Einkauf verderben Lebensmittel häufig und werden schließlich weggeworfen. Umweltbewusst einkaufen schont sowohl Geldbeutel als auch Umwelt.

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