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Nachhaltige Frauenhygiene: Bio-Tampons und Menstruationstassen

Schon mal von Menstrautionskappen gehört oder daran gedacht, Bio-Tampons zu nutzen? Wir verraten dir, warum es eine Überlegung wert ist!
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Unglaublich aber wahr: Eine Frau verbraucht im Laufe ihres Lebens zwischen 10.000 und 17.000 Tampons und Binden und verursacht dadurch einen enormen Müllberg. Allein in Deutschland produzieren alle Frauen zwischen ihrem 15. und 45. Lebensjahr zusammen mehr als 20.000 Tonnen Abfall mit Wegwerfhygieneartikeln. Das entspricht ca. 20 Millionen kg Müll oder einer Menge von 170.000 gefüllten Badewannen. Aufgetürmt ist das 702 Mal die Höhe des Kölner Doms.

Ein Tampon, der 500 Jahre alt wird

Die Problematik dabei stellen vor allem die Materialien und Inhaltsstoffe konventioneller Monatshygieneprodukte dar: 90% aller am Markt erhältlichen Tampons und Binden bestehen aus einem Mix aus Zellulose und Kunststoff und sind somit nicht biologisch abbaubar. Aufgrund von Plastikbestandteilen benötigt ein einziger herkömmlicher Tampon sogar bis zu 500 Jahre, um zu verrotten.

Nachhaltige Frauenhygiene auf dem Vormarsch

Die erdbeerwoche – ein junges Unternehmen aus Österreich – nimmt sich seit einiger Zeit diesem Thema an und klärt Frauen mit Fakten und Humor über die Problematik konventioneller Hygieneprodukte auf. Gleichzeitig bietet die erdbeerwoche in ihrem Onlineshop (www.erdbeerwoche-shop.com) nachhaltige Alternativen wie Bio-Tampons und Binden aus 100% Biobaumwolle, ohne Plastik oder synthetische Duftstoffe an, aber auch wiederverwendbare Produkte wie die Menstruationstasse. Mit diesem kleinen Becher aus Silikon, der wie ein Tampon eingeführt wird, erspart frau der Umwelt nicht nur jede Menge Müll, sondern sich selbst auch bares Geld, da eine Menstruationskappe, wie z.B. die von Lunette, mehrere Jahre wiederverwendbar ist.

menstruationstasse

Die Menstruation stellt aber für viele Frauen nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein gesundheitliches Problem dar. So fand Ökotest in 14 von 16 Tamponmarken halogenorganische Verbindungen, die als Rückstände des Bleichprozesses mit Chlor gelten. Im Klebestreifen von Slipeinlagen wurden bereits Weichmacher gefunden – allesamt Stoffe, die an der empfindlichsten Stelle des Körpers nichts verloren haben. Die gute Nachricht: Eine Umfrage der erdbeerwoche unter 215 Frauen ergab, dass bei 37% der Frauen, die dauerhaft auf nachhaltige Produkte wie Menstruationstassen oder Bio-Tampons umgestiegen sind, keine Pilzinfektionen oder Hautirritationen mehr auftraten.

Worauf Frauen beim Kauf von Monatshygiene achten sollten

Deshalb sollten Frauen gerade beim Kauf von Monatshygieneartikeln darauf achten, dass diese ohne Duft- und synthetische Zusatzstoffe auskommen und im Idealfall ein Gütesiegel aufweisen, das den Einsatz biologischer Baumwolle bzw. von Zellstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft bescheinigt. Zudem sollten sich Frauen nicht von Bezeichnungen wie „with cotton extract“ oder „silky touch“ in die Irre führen lassen, da diese kein Garant für die Verwendung natürlicher, schadstofffreier Materialien sind, sondern meist nur ein Euphemismus für den Einsatz von Kunststoff in Tampons und Binden darstellen.

 

Mehr Informationen zum Thema Nachhaltige Frauenhygiene gibt’s unter www.erdbeerwoche.com

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