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Nüsse und Kerne – lecker und gesund

Nüsse und Kerne sind gesund - das wissen die meisten. Doch was genau bewirken sie und wie viele Nüsse sollte man essen? All das erfährst du hier!
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Das allbekannte Studentenfutter unterstützt vor allem Prüflinge in der anstrengenden Lernphase. Aber auch im Tierreich sind Nüsse und Kerne sehr beliebt. Sie dienen Bären, Vögeln und Eichhörnchen als Wintervorrat und das ergibt auch Sinn, denn Nüsse und Kerne sind hochkonzentrierte Kraftnahrung. Wenn der Herbst beginnt und der Winter naht, füllen sich die Regale im Supermarkt mit der neuen Ernte von Haselnüssen, Walnüssen und Esskastanien. In der kalten Jahreszeit zieren Nüsse Dekorationsschalen neben dem Nussknacker auf dem Tisch, werden beim Plätzchenbacken verwendet und den Gästen zum Knabbern angeboten. So vielseitig wie sie sind, so gesund sind sie auch. Wir haben uns die Nüsse und Kerne mal genauer angeschaut.

erdnuesse

Gesunde Inhaltsstoffe

Nüsse und Kerne sind reich an Nährstoffen. Sie besitzen einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und haben nur wenige gesättigte Fette. Besonders wertvoll sind die enthaltenden Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die ungesättigten Fette wirken sich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System, Cholesterinspiegel und den Blutzuckerwert aus – Walnüsse besitzen besonders viele davon.

Des Weiteren sind die kleinen Knabbereien reich an Vitamin A, B1, B2, B3, B6, E und Folsäure. Vitamine sind Regelstoffe in unserem Körper und an vielen Prozessen, wie z. B. der Zellneubildung beteiligt. Reich an B-Vitaminen sind Paranüsse, Mandeln und Walnüsse. Diese kommen unserer Denkaktivität, der Konzentration und unseren Nerven zu Gute. Haselnüsse & Walnüsse sind reich an Vitamin E, welches Arteriosklerose vorbeugt, Gelenkschmerzen und rheumatischen Erkrankungen entgegenwirkt. Pistazien besitzen eine hohe Konzentration an Vitamin A – dies ist besonders bedeutsam für unseren Sehvorgang, vor allem für das Nachtsehen.

Alle Nüsse und Kerne besitzen Zink, Eisen, Kupfer, Kalium, Phosphor, Selen und Magnesium. Diese Mineralstoffe und Spurenelemente übernehmen entscheidende Aufgaben in unserem Stoffwechselsystem. Mandeln glänzen mit einem hohen Anteil an Calcium. Paranüsse liefern besonders viel Phosphor und Pistazien sind reich an Kalium. Pistazien liefern zudem – genauso wie Erdnüsse – viele Proteine, die wichtig für unsere Muskeln und den Energiehaushalt sind. Sämtliche Nüsse und Kerne enthalten zudem Ballaststoffe, die unsere Verdauung fördern. Die meisten davon besitzen Mandeln und Macadamia-Nüsse.

cashewkerne

So viel Nuss ist gesund

Neben all den positiven Inhaltstoffen besitzen Nüsse aber auch scharenweise Kilokalorien. Daher sollte man trotz vorweihnachtlicher Stimmung nicht bedenkenlos in die Tüte greifen und Unmengen davon vernaschen. Auch die enthaltende Phytinsäure warnt vor einen zu hohen Verzehr von Nüssen und Kernen. Diese Säure bindet Mineralstoffe und so können sie nicht mehr vom unserem Verdauungstrakt aufgenommen werden. Cashewkerne haben einen hohen Anteil an Phytinsäure, Maronen hingegen einen geringeren. Mit dem Wissen im Hinterkopf sollte man nicht mehr als 40 g Nüsse und Kerne täglich verzehren. So kitzelt man die positive Wirkung aus den kleinen Leckereien heraus, ohne sich der negativen Seite aussetzen zu müssen. Ratsam ist außerdem der rohe Genuss. Zum Frühstück im Müsli, Joghurt, frischen Obst- oder Gemüsesalat, im Eis, zu Suppen oder pur – möchte man das Maximale aus den natürlichen Kräften der Nüsse und Kerne herausholen, sollte man diese in Bio-Qualität kaufen und niemals zu stark erhitzen. Aber ist man mal ehrlich, viele mögen trotz dessen gebrannte Mandeln, Nusskuchen oder leckere Kekse mit Nuss.

nussschale

Die Besonderheiten der einzelnen Nüsse und Kerne

Mandeln: Stärken unsere Atemwege, regen die Gehirnaktivität an und liefern schnell Energie.
Paranüsse: Sorgen für starke Zähne und Knochen, beugen Krebs vor und sind bedeutsam für die Schilddrüsenhormone.
Haselnüsse: Haben einen positiven Einfluss auf unser Knochenmark, Magen und Darm.
Cashewkerne: Beinhalten sehr viel Magnesium, Eisen und Betacarotin. Sie schützen Magen und Darm vor Geschwüren und helfen schnell Stress abzubauen.
Macadamianüsse: Sie senken den Cholesterinspiegel und stärken unsere Immunabwehr durch ihren hohen Zinkgehalt.
Erdnüsse: Sorgen für elastische und gesunde Blutgefäße.
Pistazien: Diese Kerne sind gut fürs Herz und beugen Herzkrankheiten vor.
Pinienkerne: Werden auch als Frauen-Nüsse bezeichnet. Grund dafür ist der hohe Anteil an Eisen und Florsäure. Florsäure ist besonders am Zellenaufbau beteiligt und daher besonders sinnvoll für Schwangere.
Sonnenblumenkerne: Sind wahre Muntermacher, stärken die Knochen, beugen Zahnfleischentzündungen und Paradonthose vor. Durch ihren hohen Florsäureanteil sind sie, wie die Pinienkerne, besonders während der Schwangerschaft empfehlenswert.
Kürbiskerne: Können Blasenleiden und Prostatabeschwerden lindern bzw. vorbeugen.
Walnüsse: Halten den Lymphfluss in Schuss, verbessern die Sehkraft, mindern die Nachtblindheit, stärken schwache Nerven, steigern die Konzentration und geben Kraft.
Maronen: Der Verzehr der Kastanie macht gute Laune, hilft bei Blutarmut, beruhigt die Nerven und bringt einen wieder schnell zurück auf die Beine nach einer OP bzw. Krankheit. Da sie frei von Gluten und Prolamin sind, eignen sich Maronen auch für Allergiker.

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