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Ratgeber Babynahrung

Babynahrung ist gar nicht so kompliziert, wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält. Hier findest du alle Infos und einige Babybrei Rezepte.
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Die Frage nach der besten Ernährung des Babys in den ersten fünf bis sechs Lebensmonaten ist einfach zu beantworten: Muttermilch. In ihr ist alles enthalten, was Babys für eine gesunde Entwicklung und Verdauung benötigen. Frühestens ab dem fünften Monat wird auf Beikost umgestellt. Ab dem neunten Monat kann schrittweise zur abgewandelten Familienkost übergegangen werden. Das klingt einfach und leicht umsetzbar, wirft aber in der Praxis verschiedene Fragen auf. Wie schnell darf zugefüttert werden? Welche Lebensmittel sind bekömmlich, welche müssen gemieden werden? Wie sieht ein gesunder Ernährungsplan für‘s Baby aus? Gibt es einfache Rezepte zum Babybrei selber machen? Tatsächlich ist die richtige Babynahrung keine komplizierte Wissenschaft, wenn die Eltern sich an einfache Prinzipien halten. Der wichtigste Grundsatz lautet: sich Zeit nehmen. Die Gewöhnung an Babybrei braucht Geduld und Aufmerksamkeit. Der Baby Ernährungsplan muss an jedes Kind individuell angepasst werden. Denn auch im zarten Babyalter gilt: Die Geschmäcker sind verschieden.

Der Beikost-Zeitplan

Für die Zufütterung von Babynahrung gibt es einen Zeitplan, der – mit individuellen Abweichungen – für jedes Kind gilt. Die ersten vier bis fünf Monate stehen im Zeichen der Muttermilch. Die mangelnde Koordination von Zunge und Lippen verbietet die Aufnahme von Babybrei. Frühestens ab dem fünften Monat erfolgt eine allmähliche Umstellung auf Beikost. Allmählich bedeutet: ein bis zwei Löffel Babybrei sind in den ersten Tagen bereits ein Erfolg. Die Grundernährung geschieht in dieser Zeit weiterhin mit Muttermilch. Ab dem sechsten Monat lernen Babys das Kauen. Die Zunge wird beweglicher und kann die Speisen einspeicheln. Die Babynahrung muss weniger stark püriert werden. Ab dem achten Monat ist die Verdauung voll funktionstüchtig, und Baby kann am Familienessen teilnehmen. Dank der ersten Zähnchen müssen die Speisen nur mit der Gabel zerdrückt und vorgeschnitten werden.

 

  • bis 5. Monat: Muttermilch
  • ab 5. Monat: Gewöhnung an Beikost
  • ab 6. Monat: Mindestens eine Babybrei-Mahlzeit am Tag, weniger stark püriert
  • ab 9. Monat: Teilnahme am abgewandelten Familienessen

Der Ernährungsplan Baby: Beikost langsam steigern

Der erste Babybrei wird ab dem fünften Monat löffelweise in langsamer Mengensteigerung gegeben. Die erste durch Babynahrung zu ersetzende Mahlzeit ist das Mittagessen. Babybrei selber machen beginnt mit einer ganz einfachen Übung: Gekochte Möhren werden fein püriert und ohne weitere Zusätze angeboten. Sollten Möhren zu Verstopfung führen, können Broccoli, Pastinaken oder Zucchini verwendet werden. Im nächsten Schritt wird eine Mischung von pürierten Möhren und Kartoffeln im Verhältnis 2:1 hergestellt. Darunter werden 10 g Öl oder Butter gemengt. Eine weitere Steigerung: Mindestens zweimal wöchentlich 20 g mageres, püriertes Fleisch unterrühren. Ab dem achten Monat wird die abendliche Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreidebrei ersetzt. Je nach Geschwindigkeit des Abstillens kann nachmittags ein milchfreier Getreide-Obst-Brei gereicht werden. Ab dem neunten Monat steht abgewandeltes Familienessen auf dem Speiseplan: ausgewogene Ernährung, milde gewürzt, vorgeschnitten und zum Teil mit der Gabel zerdrückt. Nach dem zwölften Monat endet die Phase der Babynahrung allmählich: Das Kind nimmt am normalen Familienessen teil.

 

  • ab 5. Monat: Möhrenbrei. Dann Möhren-/Kartoffeln-/Fett-Brei. Dann Gemüsebrei plus 20 g Fleisch
  • ab 8. Monat: Abends einen Milch-Getreide-Brei, nachmittags einen Getreide-Obst-Brei
  • ab 9. Monat: Mild gewürztes, teilpüriertes Familienessen
  • nach dem 12. Monat: Normales Familienessen

Grundrezepte für Babybrei

Babybrei selber machen ist keine Zauberei. Für die Zubereitung sollten auf jeden Fall Zutaten aus biologischem Anbau verwendet werden. Wer die Grundrezepte für den Ernährungsplan Baby kennt, kann beliebig variieren. Einziges Hilfsmittel bei der Zubereitung ist ein elektrischer Pürierstab. Für den Gemüse-/Kartoffeln-/Fleisch-Brei braucht man

  • 50 g Kartoffeln
  • 100 g Gemüsebrei
  • 20 g mageres Fleisch
  • 10 g Öl oder Butter
  • 2 bis 3 EL Obstsaft

Das Fleisch wird 15 Minuten in wenig Wasser gar gekocht und alles zusammen püriert.

Der Milch-/Getreide-Brei wird hergestellt aus

  • 200 ml pasteurisierter 3,5 %-Milch
  • 20 Gramm Vollkorn-Getreideflocken
  • 20 Gramm Obstpüree

Die Flocken in der Milch aufkochen und quellen lassen. Das Püree dazu geben.

Im Getreide-/Obst-Brei befinden sich

  • 20 g Vollkorn-Getreideflocken
  • 90 ml Wasser
  • 100 g Obstpüree
  • 5 g Butter

Die Getreideflocken im Wasser aufkochen und quellen lassen. Die übrigen Zutaten dazu geben.

Das sollte nicht auf dem Baby Ernährungsplan stehen

Babynahrung und Babybrei selber machen ist gesund und spart Geld. Einige Lebensmittel und Zutaten haben jedoch auf der Speisekarte der ganz Kleinen nichts zu suchen. Es sollten gemieden werden

  • kleine, harte Lebensmittel wie zum Beispiel Körner
  • Rohmilch
  • Kohl, Zwiebeln, Lauch, Hülsenfrüchte
  • stark gesalzene/gewürzte Produkte
  • fettes Fleisch
  • rohes Getreide
  • unraffinierte, kaltgepresste Öle
  • reiner Bienenhonig (Vergiftungsgefahr!)
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