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Sicherheit beim Osterfeuer

Worauf sollte man beim Osterfeuer besonders achten, wenn es um die allgemeine Sicherheit geht? Hier findest du alle Tipps!
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Ursprünglich eine heidnische Tradition zum Ende des Winters, ist das Osterfeuer seit langem in das christliche Osterfest integriert. Als Abschied des kalten Winters und Gruß des kommenden Frühlings, gilt das Osterfeuer auch als Auftakt des Osterfestes. So wird am Karfreitag, Ostersamstag oder gar Ostersonntag ein großes Feuer, oft auch eine „Judaspuppe“, in Brand gesetzt. Heute wird dieser Brauch nicht mehr nur mit religiösem Hintergrund ausgeübt, er dient vielmehr der entspannten Zusammenkunft mit Nachbarn und Freunden mit anschließender Party.

Hier die wichtigsten Tipps für ein gelungenes Osterfeuer:

  • Holzstapel zuerst ab- und dann wiederaufbauen: sie bieten ein ideales Versteck für wildlebende Tiere. Besonders für brütende Vogelweibchen kann das Osterfeuer schnell zum Scheiterhaufen werden. Denn statt es zu verlassen, pressen sie sich ganz flach und unbeweglich in ihr Nest. Durch mehrmaliges Umschichten vor dem Anzünden haben Igel, Vögel und andere freilebende Tiere genug Zeit, sich ein neues Quartier zu suchen.
  • Auf ausreichenden Abstand zu umliegenden Häusern, Straßen und Bäumen achten: mindestens 50m zu Gebäuden und 100m zu angrenzenden Straßen sind hier maßgeblich.
  • Das Osterfeuer bei der zuständigen Behörde rechtzeitig anmelden: Sollte ein besorgter Mitbürger das Feuer aus der Ferne bemerken und die Feuerwehr fälschlicherweise alarmieren, so muss in der Regel ein unnötiger Einsatz vom „Feuerleger“ bezahlt werden. Zusätzlich auf jeden Fall die Hausordnung bzw. Kleingartenordnung konsultieren sowie den Vermieter und Nachbarn informieren.
  • Zufahrt für Rettungsdienst und Feuerwehr auf jeden Fall freihalten.
  • Jederzeit ABC-Feuerlöscher, Gartenschlauch oder Wassereimer bereithalten, um im Notfall gewappnet zu sein. Zum Abschluss empfiehlt sich ein Eimer Sand, der über den Rest des Lagerfeuers geschippt wird. Die Feuerwehr empfiehlt grundsätzlich die Anschaffung eines ABC-Feuerlöschers. Diese sind zu günstigen Preisen im Einzelhandel erhältlich – eine Investition, die Leben retten kann.
  • Nur getrocknetes Holz verwenden: Feuchtes Brennmaterial sorgt für unnötige sowie unangenehme Rauchentwicklung.
  • Keine anderen Materialien als Holz verbrennen: Vermeiden Sie unbedingt das Verbrennen von Müll, Kunststoffen oder anderen Wertstoffen. Hierbei werden Gase freigesetzt, die hochgiftig sind.
  • Brandbeschleuniger wie Benzin oder Grillanzünder wenn möglich vermeiden.
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt am Feuer lassen!
  • Das Feuer nicht zu hoch werden lassen, um Einstürze des Lagerfeuers zu vermeiden.
  • Brandverletzungen sofort mit kaltem Wasser kühlen und steril abdecken.
  • Die Feuerstelle mit Steinen o.Ä. rundum absichern.

Generelles Verhalten im Brandfall

Sollten eigene Löschversuche scheitern, verständigen Sie sofort die Feuerwehr: Notruf 112 und geben Sie Auskunft zu den wichtigsten Punkten: Wo brennt es? Was brennt? Bestehen weitere Gefahren (Explosionsgefahr)? Gibt es Verletzte?
Für Brände innerhalb von Häusern: Verschließen Sie alle Türen, verlassen Sie das Haus und weisen Sie die Feuerwehr vor Ort ein.

Eine zusammenfassende Übersicht der wichtigsten Hinweise und Tipps finden Sie in dieser kostenfreien Infografik . Damit Ihr Osterfeuer gelingt, weisen Sie auch andere auf diese Brandschutzmaßnahmen hin.

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