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Tipps für den Schulanfang

Was braucht mein Kind alles für die Schule? Schreibutensilien, Sportbekleidung, Zuckertüte und... Hier gibt's eine übersichtliche Checkliste
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Die Sommerferien neigen sich langsam aber sicher dem Ende. In Familien, deren Kinder dieses Jahr in die Schule kommen, heißt es sicher „Die Aufregung steigt“. Endlich raus aus dem Kindergarten, etwas lernen und zu „den Großen“ gehören. Für Kinder eine spannende Zeit, für Eltern schwingt mindestens genauso viel Nervosität mit. Bei all den Fragen, die zu dieser Zeit im Raum schwingen, wollen wir zumindest den Bereich Schulutensilien und Zubehör mit unserer Checkliste Schulsachen vereinfachen:

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Basics: Von Schulranzen über Brotdose und Trinkflasche bis hin zum Federmäppchen

Sicherlich, in erster Linie soll ein Schulranzen dem Kind rein äußerlich gefallen. Ob Spiderman, Hello Kitty oder Prinzessin Lillifee auf dem Schulrucksack glänzen soll, entscheidet das Kind – doch nicht nur deswegen lohnt es sich, den angehenden Abc-Schützen zum Schulranzenkauf mitzunehmen. Wie bei jeder anderen Tasche auch, sollte diese auch nach ergonomischen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Gerade Kinder haben noch nicht so viel Kraft und so kann eine zu schwere oder falsch sitzende Schultasche den Rücken ruinieren und unangenehme Schmerzen verursachen, daher unser Tipp: Der Schulranzen sollte nicht breiter als der Rücken des Kindes sein und verstellbare Gurte haben, damit er möglichst weit oben getragen werden kann – wenn der Rucksack zu weit unten hängt, wird der Rücken automatisch nach hinten gebogen; die Stabilität des Rückens liegt im oberen Teil unter den Schultern. Als Elternteil sollte man darauf achten, dass er nicht zu voll gepackt wird und wirklich nur die wichtigsten Schulutensilien tagtäglich hin und her geschleppt werden. Wer zusätzlich einen guten Ordnungssinn bei seinem Kind hervorbringen will, achtet auf viele Fächer im Ranzen.

Passend zum Schulranzen bekommt man im Einzelhandel oft auch das Federmäppchen im gleichen Design dazu. Dadurch kann man zusätzlich zum einheitlichen Look sicherstellen, dass schusseligen Kindern die Federtasche problemlos zugeordnet werden kann, wenn es mal im Klassenzimmer liegen bleibt. Auch hier sollte man für Erstklässler ein Exemplar mit Halterungen und Fächern wählen, um eine gewisse Grundordnung zu schaffen.

Kinder sollte man schon früh an gesunde Ernährung heranführen, das heißt Apfel statt Schokoriegel und ein gesundes Schulbrot statt die Puddingtasche vom Bäcker. Neben der Brotdose gehört aber auch die Trinkflasche zu der Basisausstattung eines Schülers. Das Trinken ist nicht nur für Erwachsene enorm wichtig und daher sollte dies auch ausreichend mitgegeben werden. Mineralwasser wäre natürlich das Beste, die meisten Kinder sind davon aber eher weniger angetan. Hier kann man auf Schorlen zurückgreifen und einen Schluck Fruchtsaft ins Wasser mischen oder man setzt einen Früchte- oder Kräutertee an und gibt diesen mit in die Schule.

Schreibbedarf: Jede Menge Stifte, Papier und Zubehör

Essentiell sind natürlich alle Utensilien zum Schreiben und Zeichnen. Vor allem bei den Stiften ist darauf zu achten, dass sie eine ergonomische Form aufweisen. Viele Kinder entwickeln ein schlechtes Schriftbild, weil sie die Stifte nicht richtig halten oder leiden sogar unter Verspannungen, weil sie beim Halten des Stiftes zu sehr verkrampfen. Bei Füllern ist dies von besonderer Bedeutung. Es gibt sogar einige Modelle, die spezielle für Linkshänder entwickelt worden sind. (Die Linkshändigkeit des Kindes sollte im Übrigen in keinem Falle aberzogen werden, da sie durch psychische und physische Gegebenheiten festgelegt wird und die „Umschulung“ zu Störungen führen kann.) Für die Entwicklung eines guten Schriftbildes ist aber auch die Auswahl des Papiers wichtig. Bei liniertem Papier eignet sich Stenografiepapier, um die Abstände und Größen für die einzelnen Buchstaben besser nachvollziehen zu können. Zu bedenken sollte man auch, dass Füllfederhalter und Tintenroller durch Tintenlöscher verbessert werden können, bei Kugelschreibern hilft nur das Lineal und ein sauberer, gerader Strich. Bei Bleistiften muss die Härte bedacht werden. Diese wird durch „H“ oder „B“ gekennzeichnet. 4H sind sehr hart, 4B sehr weich. Da Erstklässler meist noch zu doll mit dem Stift aufdrücken, kann bei einem Bleistift mit der Härte 4H das Papier schnell reißen – es eignen sich also eher Stifte mit HB, B oder 2 B. Je weicher der Stift, desto flächiger und dunkler wird die Linie.

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Vor eine große Herausforderung werden Eltern nicht nur bei dem Papier an sich gestellt. Soll es ein Ringbuchblock, ein normaler Block, ein Heft oder ein Hefter sein? Vor allem in der ersten Klasse eignen sich noch Hefte besonders – diese sollten jedoch in A4 gekauft werden, um eventuelle Arbeitsblätter oder anderes sauber einlegen zu können. Ein karierter und eine linierter Block gehört jedoch zusätzlich in jede Schultasche.

Nicht zwingend notwendig, jedoch sehr hilfreich bei der Ausbildung eines gewissen Ordnungssinns sind Locher und Tacker – diese gibt es auch schon in Miniformat im Schreibwarenladen zu erwerben und eignen sich so auch für den Schulranzen.

Sportsachen: Sportschuhe und Sportbekleidung

Für den Sportunterricht in der Schule braucht man eigentlich nicht viel – der Haken ist nur, dass es mitwachsen muss. So sind also stets gut passende Sportschuhe wichtig, die am besten eine helle Sohle haben, um in der Sporthalle keine Striemen zu hinterlassen. Für die Bekleidung empfiehlt sich die Anschaffung eines Sets mit kurzen und langen Hosen, T-Shirt und einer Trainingsjacke jeweils für drinnen und draußen.

Kunst: Pinsel, Farben und Schere

Bei den Materialien für den Kunstunterricht wird im Laufe der Zeit sicherlich nicht nur die einfache Wasserfarbe benötigt, sondern auch gut deckende Temperafarbe – dies muss aber nicht zwingend von Anfang an vorhanden sein, sondern kann je nach Bedarf nachgekauft werden. Verschiedene flache und runde Pinsel, eine Mischpalette und ein Wasserbecher runden die kreative Grundausstattung ab. Nachvollziehbar ist natürlich aber auch, dass Wasserfarbe auf normalem Druckerpapier nicht unbedingt sinnvoll ist, weil das ganze Papier höchstwahrscheinlich durchweicht und eventuell sogar reißt. Für Malaktionen empfehlen sich daher Malkartons mit mind. 200g/qm Gewicht.

Was sonst noch nicht fehlen darf

Das A und O bei der Schuleinführung ist natürlich die prall gefüllte Zuckertüte. Um ein gewisses pädagogisches Ziel damit zu verfolgen und nicht nur Süßigkeiten zu verschenken, empfiehlt es sich Lernspiele, Rätsel zum Tüfteln oder Malbücher in die Schultüte zu packen – auch darüber können sich Kinder sehr freuen.
Selbst die kleinsten bekommen meist schon ein kleines Taschengeld. Dafür darf natürlich eine Geldbörse nicht fehlen – auch hier eignet es sich auf das Design des Schulranzens zurück zu greifen oder zumindest einen Zettel mit Namen einzulegen, damit es beim Verlust schnell wieder zugeordnet werden kann.
Safety first! – vor allem bei Kindern. Reflektoren zum Aufbügeln auf die Kleidung oder an Armbändern dienen vor allem der Sicherheit im Straßenverkehr. Wenn für den Schulweg das Fahrrad benutzt wird, ist ein zusätzliches Blinklicht zum Anbringen an den Ranzen sinnvoll. Und falls es mal zum Ernstfall kommen sollte, ist es ratsam, wenn das Kind stets eine Trillerpfeife dabei hat.

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