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Von Goldlöckchen bis zu Bad Hair-Days – Haargesundheit (im Winter)

Trockenes, glanzloses Haar, Schuppen oder Spliss? Wir verraten dir, wie du dein Haar am besten pflegst.
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Das ganze Jahr über ist das Kopfhaar ständigen Belastungen durch die Umwelt ausgesetzt. Aber besonders im Winter muss der Schopf einiges aushalten: Klirrende Kälte draußen, trockene Heizungsluft drinnen, Schnee und das Tragen von Mützen können das Haar ganz schön mitnehmen. Neben Schädigungen der Haarstruktur kommen lästige Styling-Probleme wie Frizz und fliegende Haare hinzu. Hier ein paar Tipps, wie man die Wintersaison mit gesunder Mähne meistert!

Haarbruch

Das Problem:

Die Temperaturschwankungen im Winter durch Heizungsluft drinnen und kaltes Wetter draußen setzen dem Haar zu. Außerdem können Mützen und Schals die Haaroberfläche schädigen. Selbst wenn man keine strengen Zöpfe trägt, schon Reißverschlüsse oder Kapuzen können die Haare einklemmen und brechen lassen. Daneben ist auch jedes Weihnachts- oder Silvester-Hairstyling mit großer Hitze für die Haarstruktur purer Stress: Das Haar kann dünn und brüchig werden.

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Vorbeugen:

  • Vorsichtig mit dem Haar umgehen!
  • Haare vor dem Waschen bürsten
  • Haare nicht im nassen Zustand kämmen, da sie da besonders anfällig sind
  • Haare nicht trocken rubbeln, lieber sanft ausdrücken
  • Haare nie klatschnass föhnen, am besten lufttrocknen lassen
  • Haare nicht auf der höchsten Stufe trocknen, lieber mit niedrigerer Stufe und der Kaltstufe arbeiten
  • Eine gute Bürste verwenden (z. B. mit Wildschweinborsten und aus Holz)
  • Haare selten glätten oder locken, das stresst das Haar
  • Beim Stylen immer Hitzeschutz verwenden
  • Styling-Produkte immer gründlich ausbürsten
  • Chemische Belastungen (Färben) vermeiden, auch das schädigt die Haarstruktur
  • Keine Haarklemmen aus Metall verwenden
  • Auf scharfkantige Haaraccessoires verzichten
  • Keine Haargummis mit Metallteil, lieber InvisiBobbles verwenden (kleine Plastik-Haargummis, die an alte Telefonkabel erinnern und dank ihrer spiralförmigen Struktur das Brechen der Haare verhindern; es bleibt kein Abdruck nach dem Tragen zurück)
  • Haare lieber flechten, als regelmäßig einen strengen Pferdeschwanz zu tragen.

Die Lösung:

Wenn das Haar schon gebrochen ist, ist seine Struktur nachhaltig geschädigt. Wirklich reparieren kann das kein Pflegeprodukt. Allerdings können silikonhaltige Kuren und Leave-In-Produkte das Haar mit einer stärkenden Hülle versehen, die das Haar vor künftigen Belastungen schützt.

Wichtig: Shampoos sind lediglich zum Reinigen des Haares und der Kopfhaut gedacht. Wirksame Pflegestoffe finden sich erst in Spülungen, die für leichtere Kämmbarkeit sorgen sollen und in Haarkuren. Noch reichhaltiger ist Haarbutter oder ein spezielles Serum.

Du hast besonders feines Haar? Dann können Leave-In-Produkte wie bspw. Haaröle das Haar eher beschweren. Perfekt sind dann Pflege-Sprays oder Haaröle mit Sprühkopf geeignet. Gliss Kur bietet dazu eine spezielle „Winter Repair“-Serie an, die auch eine Express-Repair-Spülung zum Sprühen enthält.

Spliss

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Das Problem:

Gerade längeres Haar kann anfällig für Spliss sein. Die Haare liegen auf den Schulter und dem Rücken auf, ständig reiben sie an der Kleidung. Die Enden der Haare verlieren an Elastizität und können sich spalten: das nennt man Spliss. Auch große Hitze kann das Haar schwächen und zu Spliss führen.

Vorbeugen:

  • Regelmäßig Spitzen schneiden
  • Haare mit Ölen stärken
  • Haarenden mit Anti-Spliss-Serum vorbeugend versiegeln
  • Immer Hitzeschutz verwenden

Die Lösung:

Einmal gespalten kann nichts die Haare wieder „zusammenkleben“. Da hilft nur der Gang zum Friseur. Dabei muss nicht einmal viel abgeschnitten werden. Langfristig gesehen ist regelmäßiges (!) Schneiden viel effektiver. Denn wenn Spliss einmal da ist, wandert er gern in den Haaren nach oben, bis wirklich viel von der mühsam gezüchteten Länge der Schere zum Opfer fällt. Haaröle können die Widerstandskraft der Haare erhöhen.

Tipp: Einige Friseure bieten die sogenannte „Heiße Schere“ an. Wenn die Haare mit dieser geschnitten werden, werden die Enden besser versiegelt und sind vor künftigen Einflüssen besser geschützt.

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Schuppen

Das Problem:

Ungesunde Ernährung, Stress, Mützen im Winter, hormonelle Schwankungen – die Entstehung von Schuppen kann vielfältige Ursachen haben. Häufig ist die Kopfhaut trocken und reagiert mit Juckreiz.

Die Lösung:

  • Haare in regelmäßigem Rhythmus waschen
  • Shampoos nicht ständig wechseln
  • Spülungen nur in den Längen, nicht auf der Kopfhaut auftragen
  • Irritierte Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht bringen: spezielle Anti-Schuppen-Shampoos nutzen (z. B. von head&shoulders)

Tipp: Sollten Schuppen immer wiederkommen, kann es ratsam sein, einen Hautarzt aufzusuchen. Für hartnäckige Schuppen könnte auch ein Pilz auf der Kopfhaut als Ursache in Frage kommen.

Stumpfes, mattes Haar

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Das Problem:

Mit der Zeit können äußere Einflüsse die Haaroberfläche schädigen. Neben Haarbruch kann dies auch zur Folge haben, dass das Haar rau und trocken wird, das Licht kann nicht mehr so gut reflektiert werden. Das Haar wirkt matt und glanzlos.

Die Lösung:

Die Haaroberfläche muss wieder geglättet werden. Silikonhaltige Kuren und Haaröle umhüllen das Haar mit einem ebenmäßigen Film. Daneben gibt es spezielle Glanz-Sprays, die aber nicht allzu oft angewendet werden sollten, weil sie die Haare wieder austrocknen können. Mehr Geduld ist bei der Anwendung natürlicher, reiner Öle gefragt. Argan- oder Mandel-Öl verleihen dem Haar als Kur ebenfalls gesunden Glanz, allerdings ist die Dosierung Übungssache. Besonderen Glanz bringen auch Haarbürsten mit Wildschweinborsten.

Tipp: Bei zu intensiver Nutzung von silikonhaltigen Produkten kann es manchmal zu einer Art „Build-Up“ kommen: Das Haar ist zu beschwert und kann keine weiteren Pflegestoffe aufnehmen. Dann ist es an der Zeit, ein Reinigungsshampoo (z. B. von Balea) zu verwenden. Anschließend sollten die Haare mit einer Kur wieder gut gepflegt werden, denn Reinigungsshampoos können das Haar austrocknen. Abzuraten ist von Reinigungspeelings, welche dem Haar auf aggressive Weise Substanz entziehen.

Fliegende Haare

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Das Problem:

Besonders im Winter laden sich die Haare durch das Tragen von Mützen und Schals gerne elektrostatisch auf. Zusätzlich trocknet Heizungsluft das Haar aus. Frizz und fliegende Haare sind das Ergebnis.

Die Lösung:

Trockenes Haar sollte mit reichhaltigen Kuren und Haarölen gepflegt werden. Gegen extrem krauses Haar helfen spezielle Anti-Frizz-Produkte. Für feines Haar eher beschwerend, können Leave-In-Produkte hier helfen, die Haare ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen. Bei der Auswahl der Pflege sollte auch auf einen geringen Alkoholanteil geachtet werden, denn zu viel Alkohol trocknet die Haare ebenfalls wieder aus. Auch Haarspray kann fliegende Strähnen bändigen.

Tipp: Hat man einmal kein Haarspray zur Hand, kann auch etwas Handcreme herhalten: Einen kleinen Klecks in den Handflächen verreiben und vorsichtig über die fliegenden Haare streichen.

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