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Was ist gesünder: Butter oder Margarine?

Margarine vs Butter - Wir klären die Frage, was gesünder ist und welche Sorten es überhaupt alles gibt
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Diese Frage wird täglich an vielen Frühstückstischen kontrovers diskutiert. Für unsere Großmütter war es fast selbstverständlich, dass ‘gute Butter’ die bessere Wahl und Margarine ungesund wäre. Margarine galt lange Zeit bei den meisten Menschen als billiger Ersatz. Wer es sich leisten konnte, verwendete deutsche Markenbutter als Streichfett und nutzte das hochwertige Naturprodukt auch zum Backen und Braten. Über Cholesterin-Werte und die nachteiligen Auswirkungen tierischer Fette auf das Herz-/ Kreislaufsystem wurde damals noch nicht nachgedacht. Das hat sich allerdings grundlegend geändert. Der Trend zur gesundheitsbewussten Ernährung lässt sich unter anderem am steigenden Konsum von Lätta & Co deutlich ablesen. Doch nicht jeder möchte beim Genuss des Frühstückbrötchens oder eines zarten Kuchens auf den feinen Buttergeschmack verzichten. Die Hersteller von Streichfetten aus pflanzlichen Ölen haben auf diese Vorliebe vieler Verbraucher reagiert. Der Geschmackstest beweist, dass sich manche Sorte Margarine tatsächlich als schmackhafte Aufstrich-Alternative für das Frühstücksbrötchen anbietet. Die Kehrseite der Medaille – die Verbesserung des Geschmacks wird in der Regel durch Zusatzstoffe erzielt und das kommt nicht bei jedem Verbraucher gut an.

Ein gewichtiges Argument – die Streichfähigkeit

Damit das Streichfett möglichst lange frisch und einwandfrei bleibt, sollte es kühl und dunkel aufbewahrt werden. Kommt die Butter direkt aus dem Kühlschrank auf den Frühstückstisch, lässt sie sich nur mit Mühe auf der Brötchenhälfte oder auf dem zarten Knäckebrot verteilen. Bei den meisten Margarinesorten sieht das ganz anders aus und kein Margarine-Produzent versäumt es, in der Werbung auf diesen Vorteil hinzuweisen.

Bei der Margarine kommt es auf den Anteil der unterschiedlichen Fettsäuren an

Das Angebot an Margarinesorten ist so groß, dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Um die Sorte zu finden, die optimal zu den individuellen Wünschen passt, lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Speziell die Sorten mit den wichtigen Omega-3-Fettsäuren stehen bei Verbrauchern hoch im Kurs, weil sie sich positiv auf den Cholesterin-Spiegel auswirken. Sorten mit einem Fettgehalt unter 60 % eigen sich in der Regel nicht zum Braten.

Butter ist nicht gleich Butter

Dass man sich sowohl mit Margarine als auch mit Butter gesund ernähren kann, davon gehen heute die meisten Ernährungswissenschaftler aus. Wie bei allen anderen Lebensmitteln kommt es auch bei der Verwendung von Butter auf das richtige Maß an. Verbraucher können heute unter einer ganzen Vielzahl von Buttersorten wählen. Aber nicht jede der Sorten, die sich in den gut bestückten Regalen der Supermärkte findet, wird dem guten Ruf der Butter gerecht. Die Stiftung Warentest nahm vor kurzem 35 Butter-Marken genauer unter die Lupe. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Jedes siebte Produkt wurde als mangelhaft eingestuft. Bei den meisten Sorten, die beim Test durchfielen, wurden coliforme Keime festgestellt. Diese Belastung muss die Gesundheit des Verbrauchers nicht beeinträchtigen. Trotzdem ist die zu hohe Keimzahl ein Indiz dafür, dass die Hygiene beim Herstellen der Butter vernachlässigt wurde.

Für jede Beilage die passende Butter

Die traditionellen Buttersorten unterscheiden sich deutlich im Geschmack. Früher wurde viel mehr gesalzene Butter verwendet. Heute besitzt jeder Haushalt einen Kühlschrank, darum wird diese Butter vor allen Dingen von Liebhabern des kräftigen Geschmacks bevorzugt. Ob sich der Käufer für Kerrygold, irische Butter, Kaergarden oder deutsche Markenbutter entscheidet, ist ebenfalls eine persönliche Geschmackssache. Deutliche Unterschiede beim Geschmack ergeben sich vor allen Dingen durch das angewendete Verfahren bei der Herstellung der Butter. Mildgesäuerte Butter passt zu fast jedem Aufschnitt und auch zu Fruchtaufstrichen mit fein-säuerlicher Note. Wer den rahmigen Geschmack von Süßrahmbutter bevorzugt, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Diese Butter ist ideal zum Binden von Soßen, denn sie flockt nicht aus. Für die deftige Vesperplatte mit Schinken und Brot ist Sauerrahmbutter die perfekte Ergänzung und Eintöpfe lassen sich mit dieser Butter, die Milchsäurebakterien enthält, ebenfalls hervorragend abrunden. Eine zunehmende Nachfrage gibt es nach Rohmilchbutter. Diesem Produkt werden positive Auswirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben. Für Verbraucher mit einer Laktoseunverträglichkeit bietet der Handel laktosefreie Butter an.

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