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Was ist gutes Olivenöl?

Worauf muss man achten, wenn man ein gutes Olivenöl kaufen will? Wir geben die wichtigsten Tipps!
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In den in Deutschland handelsüblichen Olivenölen sind häufig spanisches Olivenöl und italienisches oder griechisches Olivenöl zugleich enthalten. Woher die Bestandteile stammen, muss auf dem Etikett vermerkt sein. Dieses gibt auch darüber Auskunft, ob es sich um gutes Olivenöl handelt. Grundsätzlich gilt: Olivenöl zum Braten und Kochen ist die gesündere Alternative zu herkömmlichem Öl.

Welche Qualitätsunterschiede gibt es bei Olivenöl?

Damit sich Verbraucher besser zurechtfinden, hat die EU-Kommission Richtlinien für die Qualitätsbezeichnungen erlassen. So weist natives Olivenöl extra (Extra Virgin Olive Oil) oder Olivenöl extra vergine gepresstes Olivenöl zum Braten von einwandfreiem Geschmack aus. Es besitzt einen Anteil von maximal 0,8 g freier Fettsäure pro 100 Gramm und kann bis zu 180°C erhitzt werden. Natives Olivenöl vergine oder virgen punktet ebenfalls mit einem einwandfreien Geschmack und weist einen Anteil von höchstens 2 g freier Fettsäure auf. Auch dieses Produkt lässt sich bis auf eine Temperatur 180°C erhitzen. Im Unterschied dazu ist einfaches Olivenöl (Olive Oil) eine Mischung, für die sowohl raffiniertes als auch natives Olivenöl verwendet wird. Dieses Öl hat einen Anteil freier Fettsäure bis zu 1 g und lässt sich bis 210°C erhitzen.

Wer sehr gutes Olivenöl kaufen möchte, beispielsweise aus Sizilien, wählt natives Olivenöl (Olio Extravergine d’Olivia), ein Erzeugnis von höchster Qualität, das durch den Zusatz “non filtrato” noch übertroffen wird. Bei “Extra vergine” handelt es sich um kaltgepresstes Olivenöl, welches auf mechanischem Weg erzeugt wurde. Vor Ort gekauftes oder im Direktimport bezogenes italienisches Olivenöl ist selten chemisch behandelt. Trägt ein Produkt hingegen die Aufschrift “Olio Vergine d’Oliva”, “Raffinato” oder “Olio d’Olivia”, wurde es lediglich mit “Olivenöl extra vergine” angereichert, um es in Farbe und Geschmack dem Standard anzupassen.

Woher kommt der charakteristische Geschmack beim Olivenöl?

Über den Geschmack von Olivenöl entscheidet die Sorte des Baumes, von dem die Früchte stammen. Der Reifegrad zur Zeit der Ernte und der Zustand der Oliven beim Pressen wirken sich ebenfalls auf die Geschmacksnoten des flüssigen Goldes aus. Während natives Olivenöl aus früher Ernte besonders fruchtig schmeckt, hat gutes Olivenöl, das aus zwischen Ende Oktober und Dezember geernteten Oliven stammt, einen runden, ausgewogenen Geschmack. Ab Mitte Dezember gepflückte Früchte ergeben ein mildes, nach Mandeln schmeckendes kaltgepresstes Olivenöl. Obwohl gutes Olivenöl als wichtiger Bestandteil einer gesunden mediterranen Küche gilt, hat Olivenöl zum Braten oder für Salatdressings knapp 9 kcl pro Gramm. Daher sollte auch hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl nicht zu verschwenderisch benutzt werden.

Mit Olivenöl Haare und Haut pflegen

Sauerstoffmangel ist häufig die Ursache für einen problematischen Teint. Ozonisiertes Olivenöl kann man speziell dafür kaufen – mit seinem hohen, stabilen Sauerstoffgehalt ist es Balsam für gestresste und sensible Haut. Dank seiner antimikrobiellen Substanzen lindert ozonisiertes Olivenöl auch Beschwerden wie Hautirritationen und wird zudem bei langsam heilenden Wunden eingesetzt.

Mit Olivenöl Haare zu pflegen, ist ein Beauty Tipp aus der Küche. Natives Olivenöl abends in die Spitzen einmassieren – so hält Olivenöl Haare gesund und glänzend. Gutes Olivenöl zieht tief in die Haarspitzen ein und pflegt sie mit seinen Lipiden von innen. Ob ozonisiertes Olivenöl für die Haut-Pflege oder mithilfe von Olivenöl Haare verwöhnen: Natives Olivenöl tut der Schönheit gut.

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