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Wissenswertes rund um die Sauna – ein Ratgeber

Du willst eine Sauna kaufen oder selber bauen? Wir informieren über die verschiedenen Saunarten und was du alles dazu brauchst.
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Es ist vor allem der Wechsel zwischen heiß und kalt, der die Durchblutung fördert und den Stoffwechsel anregt. Nicht nur deshalb ist Saunieren überaus gesund. Es stärkt das Immunsystem und hat auch eine positive Wirkung auf die Haut. Das Hautbild wird verfeinert, abgestorbene Hautschüppchen und überschüssiger Talg werden gelöst. Saunieren ist in vielerlei Varianten möglich und reicht von der finnischen Sauna über die Biosauna, die Infrarotsauna bis hin zur Dampfsauna.

Die verschiedenen Saunaarten

Die finnische Sauna als klassische Variante

Die finnische Sauna ist die Schwitzbude in ihrer klassischen Variante, die ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur ist. Sie ist aus hellem Holz gefertigt – meist aus Tanne oder Fichte, da beide Holzarten besonders robust sind. Der ursprüngliche Typ ist die echte Massivholzsauna aus Vollholz-Blockbohlen. Die finnische Sauna gibt es aber auch als Bausatz-Sauna, bei der es sich um eine Holzwandkonstruktion mit innenliegendem Isoliermaterial handelt. Die finnische Sauna eignet sich am ehesten zur Nutzung als heimische Gartensauna oder Fasssauna.

Dampfen wie die Römer in der Dampfsauna

Auch die Dampfsauna ist keine Erfindung unserer Zeit, sondern reicht bis zu den Römern zurück. Anders als die finnische Sauna ist die Dampfsauna milder und deshalb verträglicher, da ihre Temperatur meist zwischen 45 und 60 Grad Celsius beträgt. Ebenso wie die finnische Sauna fördert die Dampfsauna die Durchblutung, stärkt das Immunsystem, lindert Muskel- und Gelenkbeschwerden und verbessert das Hautbild.

Licht und Farbe mit dem Helarium

Vergleichsweise jung ist das Helarium, das Licht und Farbe mit der heilsamen Wirkung einer klassischen Sauna verbindet. Aufgrund der niedrigen Temperaturen, die zwischen 50 und 65 Grad Celsius liegen, ist das Helarium als schonende Saunavariante sehr gut verträglich. Deshalb eignet sich das Helarium vor allem für Menschen mit einem schwachen Kreislaufsystem, für Gelegenheitsnutzer und auch für Kinder. Spezielle Lampen und farblich wechselndes Licht erzielen jeweils eine bestimmte Wirkung. Während Blau- und Grüntöne beruhigend wirken, spenden Rot- und Orangetöne Energie und Lebenskraft. Die Farbtherapie im Helarium wirkt sich vor allem in den lichtarmen Wintermonaten sehr positiv auf die Psyche aus.

thermometer

Die Biosauna ist gar nicht “Bio”

Ebenfalls milder als die finnische Sauna ist die Biosauna oder auch Saunarium genannt, deren Temperatur meist bei angenehmen 45 bis 60 Grad Celsius liegt. Irreführend ist der Zusatz “Bio”, der sich lediglich auf die abgeminderten Temperaturen bezieht. Häufig wird die Biosauna in Kombination mit einer Duft-, Licht- oder Klangtherapie angeboten, um alle Sinne anzuregen. Während die Luft mit verschiedenen ätherischen Ölen angereichert wird, sind bei wechselndem Spiel der Farben dezente Vogel- oder Wasserfallklänge zu hören.

Die Infrarotsauna

Bei der Infrarotsauna funktioniert die Erwärmung der Kabine durch Infrarotlicht, wobei in einer Infrarotkabine eine variable Temperatur zwischen 40 und 70 Grad Celsius herrscht. Der Vorteil gegenüber der finnischen Sauna besteht darin, dass die Infrarotsauna keine lange Erwärmungsphase benötigt, sondern sofort startklar ist. Die Infrarotsauna gibt es in Kabinenform. Aufgrund des geringen Platzbedarfs eignet sie sich auch bestens als Heimsauna. Eine moderne Infrarotsauna arbeitet ausschließlich mit B- und C-Strahlen, da eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch A-Strahlen nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

Die Heimsauna für Zuhause

Nicht jeder hat die Zeit, ein Schwimmbad, ein Hotel oder ein Fitnessstudio zum Saunieren aufzusuchen. Manche scheuen auch die Menschansammlungen in einer öffentlichen Sauna. Es gibt viele gute Gründe, sich für eine Heimsauna zu entscheiden, die es in unterschiedlichen Varianten gibt – vorausgesetzt man verfügt über ausreichend Platz im Garten oder im Keller. Die Außensauna hat vor allem im Winter Vorteile, wenn man nach einem Saunagang die Haut durch die kalte Luft oder durch Schnee kühlen kann. Ein besonderes Schmuckstück im Garten ist die Fasssauna, die es mit und ohne Dach gibt und die für ein behagliches Saunaambiente sorgt. Sie eignet sich als Außensauna auch für kleine Gärten, da sie aufgrund ihrer Form nur eine geringe Stellfläche benötigt. Die Fasssauna verfügt außerdem über eine erstklassige Thermik. Eine Heimsauna gibt es auch für das Badezimmer als Minisauna oder auch als Saunakabine für zwei Personen.

saunazubehoer

Welches Saunazubehör gibt es und wofür wird es verwendet?

Das Herzstück vor allem der finnischen Sauna ist der Saunaofen, der unerlässlich für ein hochwertiges Saunaerlebnis ist. Ein guter Saunaofen zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise und durch höchste Qualitätsstandards aus. Eine mit Wasser befüllte Schöpfkelle, angereichert mit Aromaöl, bringt den Saunaofen so richtig auf Touren und erhöht den Feuchtigkeitsgehalt der Luft, was sich noch schweißtreibender auswirkt. Weiteres wichtiges Saunazubehör ist das Thermometer und eine Uhr – immerhin soll das Saunieren im gesundheitsförderlichen Rahmen bleiben. Von vielen wird eine Fußwanne zum Wärmen der Füße in der Entspannungsphase auch als sehr sinnvoll erachtet, genauso wie Kneipparmaturen wie beispielsweise eine Schwallbrause. Bademantel, Badetücher, Badeschuhe und eine gemütliche Liege sollten natürlich ebenso vorhanden sein.

Sauna kaufen oder Sauna selber bauen?

Jeder, der sich eine Sauna für zu Hause anschaffen möchte, steht vor der Frage, ob man sich eine fertige Sauna kauft oder sie selbst baut. Ausschlaggebend ist zum einen die Art der Sauna. Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat, wird sich für eine Saunakabine in Form von einer Infrarotkabine oder Dampfsauna entscheiden. Diese sind meist als Fertigsauna zu kaufen. Anders verhält es sich, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht – beispielsweise im Keller oder auch im Garten. Größere Flächen bringen größere Möglichkeiten. Als handwerklich geschickter Saunaliebhaber kann man sich seine Schwitzhütte mit einem Sauna Bausatz selbst bauen, aber auch fertige Modelle kaufen, die ggf. durch eine Saunabau-Firma aufgestellt werden. Ganz raffinierte Heimwerker bauen sich ihre Sauna aus speziellen Saunaholz nach Marken Eigenbau zusammen. Das handwerkliche Geschick, das vorhandene Budget und die zur Verfügung stehende Zeit sind also wie so oft ausschlaggebend, ob man sich für den Sauna Selbstbau oder eine Fertigsauna entscheidet.

 

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