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Zu modischer Individualität mit unserem Nähmaschinen Ratgeber

Was kann eine Overlock und was ist eine gute Nähmaschine für Anfänger? In unserem Nähmaschinen Vergleich erfährst du's!
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Klamotten aus dem Modegeschäft sind zwar schön anzusehen, aber im seltensten Fall Einzelteile. Wer sich da individueller anziehen möchte, braucht entweder viel Geld oder ein wenig Geschick und eine Nähmaschine – diese beschleunigt die Herstellung von Kleidung und anderen Textilien nämlich erheblich. Im Gegensatz zum Handnähen nutzt sie meist zwei Fäden, aber trotzdem nur eine Nadel. Diese bleibt immer auf derselben Seite des Stoffs. Um ein solches Nähen ohne Wechsel der Stoffseite zu ermöglichen wurden verschiedene technische Tricks erfunden, die in unterschiedlichen Bauformen von Nähmaschinen realisiert worden sind. Aber Wie unterscheiden sich die einzelnen Nähmaschinenarten?

Ein Nähmaschinen Vergleich

Die gängigste Art der Nähmaschine erzeugt einen Steppstich. Dabei wird ein Oberfaden von der Nähnadel durch den Stoff gestochen und bildet auf der Unterseite eine Schlaufe. Anschließend zieht die Maschine einen Unterfaden durch die Schlaufe, sodass sich diese nicht wieder aus dem Stoff herausziehen lässt. Dies lässt sich mit einem oszillierenden, das heißt, hin- und hergehenden Schiffchen erreichen. In den meisten Fällen wird aber ein rotierender Greifer mit Unterfadenspule genutzt.
Der Kettstich entsteht auf ähnliche Weise, allerdings nur mit einem Faden. Anstatt des Unterfadens zieht die Nähmaschine hier den Faden vom nächsten Einstich durch die Schlaufe.

Die Overlock-Nähmaschine erzeugt eine Naht auf ganz andere Weise. Sie erstellt ausschließlich Saumnähte, das heißt, Nähte die um den Rand der Stoffstücke herumführen. Manche Industrienähmaschinen dieser Bauart beschneiden den Stoff automatisch beim Nähen.

stickmuster

Eine Nähmaschine mit Stickfunktion bietet besonders viele verschiedene Sticharten. Dazu gehören auch solche, deren Stichmuster sich mit fortschreitender Naht ändert. Technisch wurde das früher mit Kurvenscheiben realisiert, die zum Teil für unterschiedliche Stiche vom Benutzer gewechselt wurden. Bei der Computernähmaschine erfolgt die Steuerung dagegen elektronisch und die Anwahl der verschiedenen Sticharten erfolgt ausschließlich über Bedienelemente wie Taster und Drehknöpfe an der Maschine. Von der reinen Stickmaschine unterscheidet sich die Nähmaschine mit Stickfunktion dadurch, dass sie vorzugsweise für normale Näharbeiten ausgelegt ist, aber eben auch sticken kann. Die Stickmaschine ist dagegen speziell für Stickarbeiten konstruiert.

Anders als die bisher genannten Nähmaschinenarten bezieht sich der Begriff Freiarm-Nähmaschine nicht auf einen bestimmten Stich, sondern auf die Bauform des Geräts. Das Gehäuse dieser Maschinen ist C-förmig, wobei die offene Seite im Allgemeinen nach links zeigt. Im oberen Schenkel ist die Mechanik mit der Nähnadel und dem Oberfaden untergebracht und im unteren Schenkel der Unterfaden. Die offene Gehäusekonstruktion ermöglicht das Nähen innerhalb von Ärmeln, Hosenbeinen und ähnlich schwer zugänglichen Stellen, da die geschlossene Stoffröhre über den unteren Schenkel der Nähmaschine gezogen werden kann, um die Nahtstelle zu erreichen.

Welche Nähmaschine für Anfänger oder für Kinder wählen?

Bei Nähmaschinen, die von Kindern oder Anfängern genutzt werden sollen, ist speziell auf die Unfallsicherheit zu achten. Beim Maschinennähen lässt es sich nicht vermeiden, mit den Fingern in der Nähe von Füßchen, Nadel und Stichplatte zu hantieren. Bei einer Kindernähmaschine ist es daher besonders wichtig, dass diese Bauteile und die Mechanik, die sie bewegt, so gestaltet sind, dass ein Einklemmen der Finger so gut wie möglich ausgeschlossen ist.
Eine Anfänger-Nähmaschine ist zudem auch meist preisgünstiger als professionellere Modelle, weil einfach ein geringerer Funktionsumfang geboten wird. Der Näheinsteiger soll nicht mit schwierigen Stichen überfordert werden, sondern erst einmal die Basics kennenlernen – eine einfache Bedienbarkeit ist daher Pflicht. Auch eine umfassende Bedienungsanleitung sollte der Einsteiger-Nähmaschine beiliegen, damit man sich mit den verschiedenen Funktionen und Nähprogrammen schnell vertraut machen kann.

anfaenger-naehmaschine

Wichtige Eigenschaften beim Kauf von Nähmaschinen

Ein wesentliches Merkmal der Nähmaschine ist der Nähtisch. Je größer er ist, umso besser lassen sich große und schwere Textilien handhaben. Bei der Freiarm-Nähmaschine verbessert aber ein kleiner, abgerundeter Tisch die Erreichbarkeit schlecht zugänglicher Nähte. Weitere wichtige Eigenschaften sind erst beim Betrieb der Maschine zu erkennen. Sie sollte den Stoff zuverlässig transportieren und möglichst sanft und leise laufen. Ist das nicht der Fall, lässt das auf eine ungenaue Mechanik schließen, die das Risiko abgebrochener Nähnadeln und gerissener Fäden erhöht.

Welches Zubehör ist bei Nähmaschinen typisch?

Zum üblichen Nähmaschinen Zubehör gehört das Fußpedal, wegen seiner typischen Form umgangssprachlich auch Frosch genannt. Über dieses Pedal lässt sich die Geschwindigkeit regulieren, mit der sich der Nähmaschinenmotor dreht, sodass beide Hände für die Führung der Stoffteile frei bleiben. Ein weiteres gängiges Zubehörteil ist der Nähmaschinenkoffer. Dieses Behältnis ist auf der Unterseite offen und wird zum Transport über die Nähmaschine gestülpt. Durch geeignete Verschlüsse lässt sich der Nähmaschinenkoffer fest mit der Maschine verbinden, sodass die gesamte Einheit mit einem Griff am Koffer getragen werden kann.

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